Aktuelles

Forum Neues Hulsberg vom 21.6.2013

Nach dem Abschluss des Gutachterverfahrens im Januar sowie den politischen Beschlüssen durch Beirat und Deputation fand am 21.6.2013 das nächste Bürgerforum statt. Erstmals dabei war Bremens neue Senatsbaudirektorin Prof. Dr. Iris Reuther. Sie wird die kommenden Phasen des Beteiligungsprozesses begleiten.

Foto: Walter Gerbracht

Vor allem zwei Themen wurden auf dem Forum bearbeitet. Zum einen wurde erörtert, an welchen Punkten der Plan von Carsten Lorenzen überarbeitet werden muss. Mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Forums wurde weiterhin diskutiert, welche Fragen dabei vertieft werden müssen und in welchen Formaten sie erarbeitet werden sollen. Das nächste Forum findet Ende September statt.


Was muss bei der Überarbeitung erörtert werden? Ergebnisse des Forums vom 21.6.2013

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Senatsbaudirektorin Iris Reuther stellt sich vor

 


Foto: Walter Gerbracht

Am 21. Juni hat sich die neue Senatsbaudirektorin Prof. Dr. Iris Reuther auf dem Forum Neues Hulsberg vorgestellt. Mit dem Planungsteam um Carsten Lorenzen, der Grundstücksentwicklungsgesellschaft, Klaus Selle und den vielen anderen am Projekt Beteiligten wird sie die zweite Phase des Planungsprozesses begleiten. Mehr über Frau Reuther kann man hier erfahren. Das nächste Forum ist Ende September geplant.

Deputationsbeschluss zum Neuen Hulsberg-Viertel

Am 28.2.2013 befasste sich die Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie mit dem Gutachterverfahren zum Neuen Hulsberg-Viertel. Die Deputation fasste folgenden Beschluss:

  1. Die Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie (S) nimmt den Entwurf des Planungsteams Lorenzen – Relais – Argus einschließlich der Juryempfehlungen in der Anlage 2, s. 6 zur Kenntnis.
  2. Die Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie (S) bittet den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr in Kooperation mit der Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte, der Gesundheit Nord und dem Klinikum Bremen-Mitte auf Grundlage des vorgenannten Entwurf
  • den städtebaulichen Rahmenplan auszuarbeiten,
  • die sich daraus ergebenden Kosten – und Erlöserwartungen zu konkretisieren,
  • die Beteiligung der Öffentlichkeit fortzuführen.

Die Beschlussvorlage sowie das vollständige Protokoll der Sitzung steht hier zur Verfügung.

Beiratsbeschluss zum Neuen Hulsberg-Viertel



Am 22.1.2013 befasste sich der Beirat Östliche Vorstadt in einer öffentlichen Sitzung mit dem Ergebnis des Gutachterverfahrens zum Neuen Hulsberg-Viertel. Der Beiratsbeschluss steht hier zur Verfügung.

Entscheidung zum Hulsberg-Viertel

Am 12.1.2013 entschied eine 42-köpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Kunibert Wachten, den Entwurf von Carsten Lorenzen APS als Grundlage zur weiteren Planung des Neue Hulsberg-Viertels zu empfehlen. Weitere Teilnehmer am Gutachterverfahren waren das Büro Westphal Architekten und LIN – Finn Geipel Giulia Andi Architects and Urbanists. Das Protokoll der Jurysitzung steht hier zur Verfügung.


Entwurf Lorenzen (oben), LIN (links) und Westphal (rechts)

Im Januar und Februar 2013 wird die Empfehlung den politischen Entscheidungsträgern vorgelegt. Danach beginnt die Überarbeitung des Entwurfs sowie die nächste Phase der Bürgerbeteiligung.

Jurysitzung in der Bremischen Bürgerschaft

Prof. Kunibert Wachten gibt das Juryurteil bekannt

Ergebnisse der Zwischenpräsentation

Am 13.10.2012 stellten die Büros Westphal Architekten BDA, Carsten Lorenzen APS und LIN – Finn Geipel Giulia Andi Architekten und Urbanisten ihre ersten Ideen für den Rahmenplan Neues Hulsberg-Viertel der Öffentlichkeit vor. Eine Jury aus externen Fachplanern, Grundstückseigentümern, Vertretern aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit beriet danach über den Zwischenstand der Entwürfe, um den Büros Empfehlungen für die weitere Bearbeitung zu machen. Unten stehen die Empfehlungen der Jury sowie die Arbeiten der Büros, in der Reihenfolge, in der sie präsentiert wurden, als Download zur Verfügung.

Westphal Architekten schlagen vor, die Bestandsgebäude durch öffentliche Plätze zu inszenieren

Das Büro Carsten Lorenzen schlägt eine „Grüne Mitte“ vor



Das Büro LIN schlägt ein Netz aus öffentlichen Räumen vor, die mit den umliegenden Quartieren verknüpft sind

Empfehlungen der Jury zur weiteren Bearbeitung

Rückfragenkolloquium am 28.6.

von re.: Eva Herr, Skalicki und OA-Leiter
Foto: Walter Gerbracht

Am 28.6.2012 fand in der Friedensgemeinde das öffentliche Rückfragenkolloquium statt. Die Veranstaltung diente der Erläuterung der Planungsaufgabe sowie der Klärung von Fragen zur Aufgabenstellung. Beim anschließenden Spaziergang hatten die Vertreter der Planungsteams noch einmal Gelegenheit, sich das Gelände genauer anzuschauen.

Städtebauliches Gutachterverfahren: Downloads

Ab Juni werden drei Planungteams Vorschläge für einen städtebaulichen Rahmenplan entwickeln. Auf dem Sommerfest am 1.6. haben sich Vertreter der Teams vorgestellt: Nele Zareh (für das Büro LIN), Carsten Lorenzen und Jost Westphal. Die Auslobung, einschließlich der vorbereitenden Gutachten, steht hier als Download zur Verfügung:

SketchUp Hulsberg: Für alle, die am Küchentisch selber ein städtebauliches Konzept entwickeln möchten, haben wir hier ein digitales 3D-Modell (SketchUp Hulsberg) zur Verfügung gestellt. SketchUp ist eine kostenlose 3D Software, die hier heruntergeladen werden kann.

Vorstellung der Planungsbüros am 1.6.


Foto: Walter Gerbracht

Worauf kommt es bei einem städtebaulichem Rahmenplan an? Nele Zareh (LIN, Berlin), Carsten Lorenzen (Carsten Lorenzen APS, Berlin), Otmar Willi Weber, Franz-Josef Höing, Jost Westphal (Westphal Architekten, Bremen) und Robert Bücking im Gespräch am 1.6. auf dem Klinikum Bremen-Mitte.

„Wir haben einen guten Mann am Bücherregal!“ (Bericht vom 16.3.2012)

Wieder einmal fanden sich weit über hundert Bürgerinnen und Bürger in der Friedensgemeinde ein. Ein Blick in die bunte Runde ließ den Moderator Otmar Willi Weber aufmerken: Der Altersdurchschnitt der Besucherinnen und Besucher hatte sich im Vergleich zu den bisherigen Veranstaltungen deutlich verringert. Doch davon später.

Diesmal kamen zunächst die Bürger zu Wort: Stellvertretend fassten Anke Kozlowski und Frank Püffel zusammen, welche Fragestellungen, Anregungen und Wünsche zwischen September 2011 und Februar 2012 zur Planung des Neuen Hulsberg-Viertels entwickelt wurden. Dort hatte man zu folgenden Themen gearbeitet:

  • städtebauliche Einbettung des neuen Quartiers
  • Mobilität
  • Freiraumplanung und Baumbestand
  • Nutzungsmischung und soziale Mischung
  • Nachnutzungspotenziale bei den bestehenden Gebäuden
  • nachhaltige Energieversorgung, Wasser- und Abwasserkonzepte

Der mündliche Vortrag ist in einer Zwischenbilanz zusammengefasst, die hier als Download zur Verfügung steht und in der weiteren Planung aufgegriffen werden soll.

Dann löste Weber das „Jungbrunnen-Phänomen“ beim Altersschnitt der Veranstaltung: Über vierzig Jugendliche aus der Klasse 8g1 der Oberschule Schaumburger Straße, aus der Klasse 9.5 der Gesamtschule Mitte und aus der Stencil-Gruppe vom BDP-Mädchenkulturhaus waren in die Friedensgemeinde gekommen. Sie hatten Ideen, Anregungen und Wünsche für das neue Quartier formuliert und in einer kleinen Ausstellung präsentiert.

Die Vielfalt aus dieser Jugendbeteiligung erntete großen Beifall. Heike Blanck vom Ortsamt Mitte, die das Projekt begleitete, bedankte sich bei den Jugendlichen für die tolle Mitarbeit. Besondere Anerkennung verdient das jugendliche Engagement auch deshalb, weil die vorgestellten Ideen nicht zeitnah umgesetzt werden können. Profitieren wird eine kommende Generation von Jugendlichen.

Bausenator Dr. Lohse zeigt sich beeindruckt von den bisherigen Vorträgen. Er bedankte sich bei allen für ihr Engagement und fühle sich in seiner Einschätzung bestätigt, dass das neue Hulsberg-Viertel ein besonderes Stück Bremen wird. Die Förderung von Baugemeinschaften („Hier hat Bremen noch ein bisschen Nachholbedarf.“), die Berücksichtigung der Belange von Menschen unterschiedlichen Alters, intelligente Lösungen in den Mobilitätsfragen, ein behutsamer Umgang mit den historischen Gebäuden und dem Baumbestand und eine gute soziale Durchmischung nannte er in seinem Vortrag als wichtige Themen. Senator Lohse lobte die kultivierte und sachorientierte Gesprächsatmosphäre und schloss mit der Ermunterung an alle: „Weiter so!“

Nach einer Pause gab Senatsbaudirektor Höing einen Ausblick auf die nächsten Verfahrensschritte. Im Sommer wird der Startschuss für ein städtebauliches Gutachterverfahren gegeben. Drei Architektenteams werden parallel beauftragt, einen städtebaulichen Entwurf für das neue Quartier zu entwickeln. Die Fragen, Anregungen und Forderungen aus den Bürgerforen werden dabei Berücksichtigung finden.In diesem Zusammenhang zeichnete der Senatsbaudirektor das Bild von einem Bücherregal, das man gemeinsam baut: Wir haben schon erste Bücher – auch ganz unterschiedliche – wissen aber noch nicht, wie viele es am Ende sein werden und welche unterschiedlichen Buchformate in das Regal kommen. Aber trotzdem trauen wir es uns zu, jetzt ein Regal zu bauen, in dem dann später alle Bücher ihren Platz finden werden. In einem Zeitplan erläuterte Höing die nächsten geplanten öffentlichen Termine:

  • Im Juni sollen auf einem Sommerfest die von der Baubehörde eingeladenen Architektenteams öffentlich vorgestellt werden
  • Im Juli werden Rückfragen zur Aufgabe geklärt
  • Im September/Oktober werden erste Zwischenergebnisse öffentlich präsentiert
  • Ende November sollen die Ergebnisse vorliegen.

Ortsamtsleiter Robert Bücking kommentierte den Vortrag von Herrn Höing mit einem Dank für sein bisheriges Engagement bei diesem Städtebauprojekt: „Wir haben einen guten Mann am Bücherregal!“

Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie ein Stadtquartier am Ende eines Beteiligungsprozesse aussehen kann, zeigte die Stadtplanerin Angela Weiskopf in einem Vortrag Bilder aus dem „Französischen Viertel“ in Tübingen.

In einem kurzen Ausblick beschrieb Prof. Selle, was als nächstes ansteht:

  • Man wird während des Gutachterverfahrens Geduld und einen langen Atem haben müssen. Die bisherige Kontinuität und Transparenz sollten gewahrt bleiben.
  • Um Vielfalt zu wahren, empfiehlt Selle die „aufsuchende Beteiligung“, wonach man auf Gruppierungen und Menschen zugeht, die man bisher in den Bürgerforen vermisst hat.
  • Man kann jetzt  in Spezialthemen einsteigen, z. B. „Organisation von Baugruppen“.

Moderator Weber schloss den Abend mit der Erkenntnis „Das ist hier kein Gemütlichkeitsverfahren. Aber bestechend ist der klare, ernsthafte und respektvolle Umgang miteinander.“ Das machte Lust, den Abend bei Bier, Brezeln und Live-Jazz-Musik im Foyer des Gemeindesaals ausklingen zu lassen.

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