Aktuelles

Verkaufsstart für „Haus 38a“

Am Mittwoch, 29.01.2020, hat die GEG das nächste Verkaufsverfahren für ein Grundstück im „Neuen Hulsberg-Viertel“ (NHV) gestartet.

Dabei handelt es sich um das Grundstück „Haus 38a“, auf dem das gleichnamige Bestandsgebäude steht, in dem gegenwärtig noch Teile einer Kinderklinik untergebracht sind und die bis zum Ende dieses Jahres in das neue Eltern-Kind-Zentrum umziehen sollen.
Nach „Ärztehaus“, „Friedrich-Karl“, „Sorgenfrei 1“ und „St.-Jürgen-Quartier“ ist es das mittlerweile fünfte Verkaufsverfahren auf den frei werdenden Flächen des Klinikums Bremen-Mitte.

Das Bestandsgebäude hat eine Größe von etwa 4.964 m² BGF R oberirdisch. Für das etwa 4.580 m² große zu verkaufende Grundstück ist Mischgebiet (MI 4) festgesetzt. Eine Aufteilung in Lose erfolgt nicht. Es ist der Abschluss eines einheitlichen Grundstückskaufvertrages vorgesehen. Die GEG verkauft das Grundstück in einem öffentlichen Verkaufsverfahren als Verhandlungsverfahren, in dem Bieter aufgefordert sind, in Phase 1 ein Erstangebot nach den Bedingungen der Akquisitionsunterlagen abzugeben. Die Annahme des Erstangebotes ohne Eintritt in Verhandlungen (Phase 2) bleibt vorbehalten. Bei Eintritt in Phase 2 sind Verhandlungen zwischen Bietern und der GEG vorgesehen, in deren Anschluss ein endgültiges Angebot vorzulegen sind; die GEG behält sich Änderungen im Verfahren vor. Die Ausschreibung erfolgt zum Höchstpreisgebot (80 % ) und einem Konzeptanteil (20 % ). Näheres ergibt sich aus den Akquisitionsunterlagen. Es können nur solche Angebote berücksichtigt werden, in denen bestätigt wird, dass sie in Kenntnis der Akquisitionsunterlagen abgegeben worden sind. Änderungen bleiben vorbehalten.

Die Frist zur Abgabe von Erstangeboten wurde auf den 21.04.2020, bis spätestens 12.00 Uhr festgelegt.
Nach vorgenanntem Termin eingehende Erstangebote werden nicht berücksichtigt.

Download für die Akquisitionsunterlagen:
https://neues-hulsberg.de/verkaufsverfahren/

St.-Jürgen-Quartier geht an die Bremer Bietergemeinschaft „Vier Quartier“

„Ein vielfältiges und nachhaltiges Quartier voller Leben“ – so steht es auf der Titelseite der Bewerbung der Vier Quartier GmbH & Co. KG, an der vier Bremer Projektentwickler beteiligt sind: Gebrüder Rausch, Interhomes AG, Specht Gruppe und STEFESpro. Alle haben ihren Firmensitz in der Hansestadt und freuen sich, den Zuschlag für das erste größere Wohnungsbaugebiet im Neuen Hulsberg-Viertel zwischen St.-Jürgen-Straße und Am Schwarzen Meer bekommen zu haben. Es handelt sich hierbei um eines der spannendsten Bremer Bauprojekte in bester Lage.

Am 15. Januar 2020 wurde der Kaufvertrag für das St.-Jürgen-Quartier beurkundet. Es handelt sich um den vierten Grundstücksverkauf, den die GEG im Rahmen der Entwicklung des Neuen Hulsberg-Viertels durchführt. Über die Höhe des Grundstückskaufpreises ist zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.

 

Rund 300 neue Wohnungen im Neuen Hulsberg-Viertel – 30 Prozent öffentlich geförderter Wohnungsbau

Das St.-Jürgen-Quartier soll verschiedenste Wohnungen für Bremerinnen und Bremer jeden Alters aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten bieten. Aber auch soziale Einrichtungen werden das offene Quartier bereichern. Das Grundstück hat eine Größe von etwa 29.000 qm und besteht aus den Baufeldern B2, B3, E und F sowie dem denkmalgeschützten Haus 8. Die vier Neubaufelder lassen baurechtlich eine Bruttogeschossfläche von rund 36.000 qm zu. Die dort rund 300 geplanten Wohnungen werden in den kommenden Jahren nach Anforderung der bremischen Bauordnung barrierefrei gestaltet. Es sind verschiedene Wohntypen – von Clusterwohnungen bis hin zu Bremer Häusern – geplant, um eine vielfältige Durchmischung zu erreichen. Bei 30 Prozent wird es sich um geförderten Wohnbau handeln – das Neue Hulsberg-Viertel hat damit im vergangenen Jahr neue Maßstäbe gesetzt, damals galt noch standardmäßig eine Quote von nur 25 Prozent. Neben Wohnungen entsteht in einem der vier Gebäude auch eine Kita mit Betreuungszeiten im Frühdienst ab 5.30 Uhr und im Spätdienst bis 22 Uhr. So können alleinstehende Elternteile sowie Berufstätige, auch gerne das Personal des Krankenhauses, Familie und Beruf besser vereinen.

 

Nachfolgelösung für Bewegungsbad in Sicht

Gute Nachrichten für die Nutzerinnen und Nutzer des „Aquafit“-Bewegungsbades in der heutigen Frauenklinik: Das alte Bewegungsbad hat seine besten Tage erlebt und wird im Zuge der Neuentwicklung abgebrochen. Die Planung von der Vier Quartier GmbH & Co. KG sieht vor, ein neues Schwimmbad zu realisieren, das vornehmlich als Therapie-, Fitness- und Lehrschwimmbecken genutzt wird und den Wegfall des etablierten Schwimmbades in der ehemaligen Frauenklinik kompensiert. Ergänzt wird der Schwimmbadbetrieb durch Wellnessangebote. Des Weiteren sollen in den Erdgeschossen Gewerbe- und Ladeneinheiten zur Verfügung stehen.

 

Markthalle, Hotel und Einzelhandel im Haus 8

Das Haus 8 beherbergte zuletzt die Augenklinik und die Urologie und steht unter Denkmalschutz. Ausgenommen davon ist der rückwärtige Anbau des OP-Traktes, der in den 80er Jahren eine äußerlich starke Veränderung erfahren hat und daher von geringerem Denkmalwert ist, sodass dieser zurückgebaut werden kann. Auch die Grundrisse werden behutsam in Abstimmung mit der Denkmalpflege verändert. Für das Haus 8 ist eine bunte Durchmischung angedacht: Während im Erdgeschoss eine Markthalle mit Gastronomie und Einzelhandel einziehen könnten, sind die oberen Etagen nach jetzigen Vorstellungen für Hotelnutzung vorgesehen. Das geplante Kinderhotel bietet eine Entlastungsmöglichkeit für Eltern, besonders für Alleinerziehende, die zum Beispiel durch einen Aufenthalt im Krankenhaus zeitweise nicht in der Lage sind, ihr Kind selbst zu versorgen. Gleichzeitig stellt das geplante Patienten-Hotel eine ideale Möglichkeit dar, den Krankenhausaufenthalt in der Nähe von medizinischen Leistungen zu verkürzen. Darüber hinaus soll ein Design-Hotel das Angebot in dem historisch-schönen Backsteingebäude komplettieren.

 

Hoher architektonischer und städtebaulicher Qualitätsanspruch

Für die Baufelder B2, B3, E und F hat sich die Vier Quartier GmbH & Co. KG für die Durchführung eines hochbaulichen Wettbewerbsverfahrens mit mindestens drei Teilnehmern

verpflichtet. Das Unternehmen beabsichtigt, die Häuser in einer nachhaltigen Bauweise mit dem KfW 40 Standard zu realisieren und legt Wert auf ein CO² neutrales Energiekonzept. Darüber hinaus soll ein möglichst großer Anteil der Freiflächen unversiegelt bleiben und der Retention von Regenwasser dienen. Auch der alte Baumbestand soll geschützt werden. Ein modernes Mobilitätskonzept mit Carsharing, Ladestationen für E-Autos und –Bikes, überdachte Fahrradstellplätze, auch für Lastenfahrräder, wird das verkehrsberuhigte St.-Jürgen-Quartier prägen. Angedacht ist beispielsweise eine Paketstation, die von den etablierten Paketdiensten angefahren wird, um die Zahl der Kurierfahrten im Quartier zu reduzieren. Drei Tiefgaragen halten den Autoverkehr aus dem Quartier weitestgehend heraus und sorgen dadurch für lebendige Quartiersplätze. Der Leitgedanke ist, das campusartige Flair mit dem gewachsenen Baumbestand zu bewahren und damit im dicht besiedelten Stadtteil einen grünen Rückzugsort mit einem angenehmen Kleinklima für alle Bewohner der Östlichen Vorstadt zu bilden. Da die Vernetzung des Quartieres ausdrücklich erwünscht ist, soll der historische Zaun an der St.-Jürgen-Straße in Abstimmung mit dem Denkmalschutz geöffnet werden. Die geplante Wegeführung umschließt die Neubauten und das Haus 8, sodass das Baudenkmal allseitig erlebbar wird. Wege für Fußgänger und Radfahrer schaffen neue Querverbindungen, wo zuvor kein Durchkommen möglich war und vernetzen die Ortsteile Steintor und Peterswerder.

Florian Kommer (GEG), Dieter Rausch (Gebr. Hausbau), Bürgermeisterin Dr. Maike Schaefer,
Frank Vierkötter (INTERHOMES), Rolf Specht (Specht-Gruppe) und André Fuchs (STEFESpro)
mit dem städtebaulichen Konzept der „Vier Quartier“

 

Dringend notwendiger bezahlbarer Wohnraum in zentraler Lage

Bürgermeisterin Dr. Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, dankt den Investoren für ihren Einsatz: „Bremen bekommt hier in zentraler Lage 300 barrierefreie Wohnungen, wovon 30 Prozent gefördert sind. Das ist angesichts der angespannten Wohnungslage in Bremen ein wichtiger Baustein. Zudem freue ich mich, jetzt die Ergebnisse der sehr umfangreichen und vorbildlichen Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sehen zu können. Hier haben alle Teilnehmenden Beteiligungskultur neu definiert.“

 

Neunmonatiges Verkaufsverfahren

Florian Kommer, Geschäftsführer der GEG, äußert sich sehr erfreut zum Vertragsabschluss: „Das war keine leichte Geburt: Wir haben in einem neunmonatigen Bieterverfahren zahlreichen Marktteilnehmern sehr viel abverlangt und zum Teil wirklich sehr, sehr gute Konzepte erhalten. Die Vier Quartier GmbH & Co. KG hat als Bieter aber das mit Abstand beste Gesamtkonzept vorgelegt. Für die Entwicklung des Neuen Hulsberg-Viertels ist das ein echter Segen: Wir werden ein Quartier im Quartier bekommen, das in den Wohnangeboten, in der sozialen Durchmischung und Vielfältigkeit und auch in der Architektur Maßstäbe setzen wird – da bin ich mir ganz sicher. Ich möchte an dieser Stelle aber auch allen anderen Bietern danken. Da wurde viel Zeit, Ideenreichtum und Arbeit in die Gebote investiert. Ich weiß, dass das für die unterlegenen Bieter immer eine herbe Enttäuschung ist. Aber ich möchte alle ermutigen, ihre Kreativität und Professionalität vielleicht bei einem nächsten Verkaufsverfahren in die Waagschale zu werfen. Wir haben in den kommenden Jahren noch viel vor!“

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit, sich auf eine Interessentenliste für Wohnungen setzen zu lassen, gibt es unter www.stjuergenquartier.de.

 

So geht es weiter

Die Vertragsparteien haben sich im Kaufvertrag auf einen Projektablauf verständigt, in dem jetzt viele Fäden zusammengeführt werden müssen: In den Bestandsgebäuden, die heute auf dem Kaufgrundstück stehen, herrscht noch für etwa eineinhalb Jahre Klinikbetrieb. Diese Zeit wird die Vier Quartier GmbH & Co. KG nutzen, um die Abbruchplanungen für die Frauenklinik, den Bunker an der St.-Jürgen-Straße und weitere medizinische und technische Gebäude zu erstellen. Parallel sollen für die Baufelder, auf denen der Wohnungsneubau entsteht, Architekturwettbewerbe durchgeführt werden. Diese Wettbewerbsverfahren müssen jetzt kreiert werden. Das verlangt im Vorfeld einen intensiven inhaltlichen Informationsaustausch mit dem Bauressort, dem Landesdenkmalpfleger, der GEG und der GeNo. Im Sommer 2021 wird dann das Kaufgrundstück an die Vier Quartier GmbH & Co. KG übergeben. Dann können sogleich die baulichen Maßnahmen losgehen. Neben dem Umbau der denkmalgeschützten Augenklinik und Urologie werden die Bestandsgebäude, die nicht nachgenutzt werden, abgebrochen:

  • Haus 8a (Bunker an der St.-Jürgen-Straße)
  • Haus 9 (Pharmakologie)
  • Haus 9a (Patientenfahrdienst)
  • Haus 10 (Frauenklinik & Aquafit)
  • OP-Saal der Augenklinik und Urologie

Danach ist Baubeginn für den Wohnungsneubau.

Für diesen gesamten Planungs- und Bauablauf haben sich die Vertragsparteien auf einen Entwicklungszeitraum von knapp fünf Jahren verständigt. Die zukünftigen Bewohner des St.-Jürgen-Quartiers sollen erstmalig Weihnachten 2025 in ihren neuen vier Wänden feiern können.

 

Die Vier Quartier GmbH & Co.KG

Die Vier Quartier GmbH & Co. KG hat sich für die Entwicklung und Realisierung des entstehenden St.-Jürgen-Quartiers gebildet und besteht aus den vier folgenden Projektpartnern:

Seit über 35 Jahren ist Gebrüder Rausch erfolgreich als Bauträger in Bremen tätig. Solider und hochwertigen Neubau von Wohnimmobilien, sowohl in „alten Quartieren” und gewachsenen Stadtteilen, als auch in Neubaugebieten gehören zum Portfolio, das auch die Planung von passenden Wegen und Außenanlagen umfasst.

Die Interhomes AG aus Bremen startete 1968 mit den ersten Reihenhäusern für das kleine Portemonnaie und ist seitdem zu einem der großen, bundesweit tätigen Wohnbauträger und Projektentwickler gewachsen. Mit rund 200 Mitarbeitern werden 300 bis 400 Wohneinheiten in ca. 30 Bauprojekten pro Jahr realisiert.

Die Specht Gruppe aus Bremen mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Rolf Specht ist seit 1988 als Projektentwickler und Bauträger am Markt und hat bereits mehr als 100 Pflegeimmobilien realisiert. Zur Unternehmensgruppe gehören außerdem die Reha-Klinik am Sendesaal, der Weser Pflegedienst als auch rund 600 Senioren-Wohnungen in Bremen und Niedersachsen.

STEFESpro aus Bremen ist der Projektentwickler der STEFESgruppe und entwickelt sowohl ungewöhnliche als auch erfolgreiche Immobilienprojekte. Das Spezialgebiet liegt im Bereich der Sanierung und Nutzung von Bestandsimmobilien, insbesondere im denkmalgeschützten Bereich.

Quartiersverein für das Neue Hulsberg-Viertel gegründet

Vergangene Woche, Montag, 25. Februar 2019, wurde auf dem Gelände des Klinikums Bremen-Mitte – dem zukünftigen Neuen Hulsberg-Viertel – der „Neues Hulsberg-Viertel Quartiersverein e.V.“ gegründet. Anwesend dafür waren neun Mitbegründerinnen und -gründer, die einstimmig die Vereinsgründung entschieden.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten

  • Gabriele Friedrich, Baustaatsrätin a.D. und ehemalige GEG-Aufsichtsratsvorsitzende,
  • Arie Hartog, Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses,
  • Florian Kommer, Geschäftsführer der Grundstücksentwicklungsgesellschaft Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG (GEG),
  • Corinna Lueßen, langjährige Teilnehmerin der Bürgerforen,
  • Martin Pampus, Vorsitzender vom Bund Deutscher Architekten,
  • Karin Peters, Prokuristin der GEG,
  • Rolf Specht, Geschäftsführender Gesellschafter der Specht Gruppe,
  • Daniela Wendorf, Direktorin am Klinikum Bremen-Mitte und
  • Karsten Zill, Ehrenpräsident der Ingenieurkammer der Freien Hansestadt Bremen.

Auch die Wahlen zum Vereinsvorstand wurden einstimmig entschieden. Florian Kommer wurde zum Ersten Vorsitzenden und Rolf Specht zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Karin Peters ist Schatzmeisterin und Daniela Wendorff die Schriftführerin des Quartiersvereins.

Zweck des Vereins sind die Förderung nachbarschaftlicher Verbundenheit und die Entwicklung von technischen und sozialen Konzepten für die Stärkung des Quartiers „Neues Hulsberg-Viertel“. Darunter fällt unter anderem die Entwicklung eines quartiersbezogenen Mobilitätsmanagements. Dieses soll insbesondere den Autoverkehr im Quartier durch alternative Angebote reduzieren. Der Verein soll aber auch dazu dienen, das Neue Hulsberg-Viertel zu beleben, die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner zu vernetzen und verschiedene Interessen zu koordinieren.

 

So ist der Quartiersverein zu erreichen:

Quartiersverein Neues Hulsberg-Viertel

Domshof 8 – 12
28195 Bremen

T +49 421 792 732 22

florian.kommer@geg-bremen.de

Die Gründungsmitglieder des Quartiersvereins Neues Hulsberg-Viertel:

Vordere Reihe v.l.n.r.: Florian Kommer, Rolf Specht, Karin Peters mit Tochter Laura, Daniela Wendorff, Martin Pampus

Hintere Reihe v.l.n.r.: Gabriele Friderich, Arie Hartog, Corinna Lueßen, Karsten Zill

Atelier Loidl aus Berlin gestaltet den Freiraum im Neuen Hulsberg-Viertel

Der Freiraumentwurf für das Neue Hulsberg-Viertel steht. Am heutigen Freitag, 25.01.2019, hat ein 8-köpfiges Preisgericht unter Vorsitz des Dresdner Landschaftsarchitekten Till Rehwaldt einstimmig den Entwurf des Planungsbüros Atelier Loidl aus Berlin mit einem 1. Preis gekürt.

Fünf Landschaftsarchitekturbüros im Wettbewerb

Ausloberin des Wettbewerbs ist die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG (GEG), die insgesamt fünf Landschaftsarchitekturbüros eingeladen hatte, Beiträge für das Hulsberg-Freiraumkonzept einzureichen. Diese fünf Büros sind:

  • Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin
  • HOREIS + BLATT | Garten und Landschaftsarchitekten, Bremen
  • KREIKENBAUM + HEINEMANN, Architekten und Ingenieure für Stadt- Landschafts- und Freiraumplanung, Bremen
  • LohausCarl Landschaftsarchitekten, Hannover
  • rmp Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Hamburg

Vertiefende Planung für die „Grüne Mitte“ und die „Grünen Spangen“

Die Aufgabe bestand darin, einen Entwurf für alle öffentlichen Grünflächen und für Teile der privaten Grünflächen des Neuen Hulsberg-Viertels zu entwickeln. Den ursprünglichen Rahmen bildet der städtebauliche Entwurf aus dem Jahr 2013. Das übergeordnete Freiraumkonzept in diesem Entwurf wurde damals von „relais Landschaftsarchitekten“ aus Berlin entwickelt. Dieses Konzept basiert auf einem Netz von „Grünen Spangen“, die ausgehend von einer großzügigen, zentralen Grünanlage, der „Grünen Mitte“, das gesamte Plangebiet durchziehen und große Teile des erhaltenswerten Baumbestandes aufnehmen. Die „Grünen Spangen“ haben außerdem eine verbindende Funktion zwischen dem Neuen Hulsberg-Viertel und den benachbarten Stadtteilen.

Die Wettbewerbsarbeiten sollten eine vertiefende Betrachtung und Planung für die öffentli-chen Grünflächen und für weitere private Flächen im Quartier anstellen, die besondere Anforderungen an die Gestaltung haben. Darüber hinaus wurde für die Freiräume des Neuen Hulsberg-Viertels insgesamt ein strategischer Ansatz gesucht, der hohe Aufenthaltsqualität und die Überlagerung mit verschiedenen Anforderungen (Fuß-, Rad- und Autoverkehr, Spielplätze, „Essbare Stadt“, Starkregenvorsorge, Quartiersplatz usw.) verbindet und daraus attraktive Freiräume entwickelt. Grundlage dafür waren der städtebauliche Entwurf und das Freiraumkonzept von Lorenzen Mayer Architekten, relais Landschaftsarchitekten und ARGUS Stadt und Verkehr. Ferner waren die bereits vorhandenen Planungsunterlagen zu beachten, u. a. der Bebauungsplan Nr. 2450 für das Neue Hulsberg-Viertel, der Grünordnungsplan und ein bereits erarbeiteter Gestaltungsleitfaden.

Der erste Preis: Atelier Loidl aus Berlin

Nach einer öffentlichen Präsentation der Entwürfe am gestrigen Abend hat wurde heute in einer sechsstündigen Preisgerichtssitzung schließlich der Entwurf des Büros „Atelier Loidl“ aus Berlin einstimmig als 1. Preisträger gekürt.

Ein 2. Preis wurde nicht vergeben.

Einen 3. Preis erhielt der Entwurf von Lohaus + Carl aus Hannover.

Das Bremer Büro Horeis + Blatt erhielt für seine Arbeit eine Anerkennung.

Das Jury-Urteil zum 1. Preis:

„Der Entwurf überzeugt in seiner pointierten konzentrierten Darstellung. Die ‚Grüne Mitte‘ bildet den dominanten Freiraum, umgeben von einer Trilogie an Spielplatzflächen, die alle Altersgruppen zusammenführen können. Mit dem Kunstgriff einer topografischen Schwelle wird der Raum inszeniert, perspektivisch vergrößert und verengt. Gegenüber den topographischen Eingriffen wird der Schutz des Altbaumbestandes kritisch diskutiert. Die ‚Grüne Mitte‘ fokussiert sich im lebendigen Wasserspielplatz und Kulturplatz vor der Pathologie, die als Kulturhaus gedacht wird. Der Verlust des Zaunes um die Pathologie wird nicht nur aus Denkmalschutzgründen bedauert.

Die Struktur der grünen Spangen wird als Gassen mit inneren Gärten und kleinen Plätzen interpretiert, die dem gesamten Quartier eine wohnliche Großzügigkeit verleihen.

Die übersichtliche, hierarchische Strukturierung der Räume schafft eine Orientierung im Quartier, die auch zur Barrierefreiheit beiträgt.

Der östliche und der südliche Eingang können sich als Orte und Treffpunkte im Kiez etablieren; an der Friedrich-Karl-Straße als Marktplatz, zum Lüneburger Platz hin als Treffpunkt mit Kiosk.

Ausreichende Retentionsflächen, Obstgehölze und wildwachsende Staudenfluren betonen den nachhaltigen, unprätentiösen und pflegeleichten Charakter der Freiräume.

Ein mit großer Sorgfalt und Souveränität erarbeiteter Wettbewerbsbeitrag.“

Öffentliche Ausstellung der Arbeiten in der MARKTHALLE ACHT

Vom 15.02.2019 bis zum 02.03.2019 werden die Arbeiten öffentlich ausgestellt in der MARKTHALLE ACHT, Domshof 8 – 12. Öffnungszeiten: Di+Mi: 11 – 19 Uhr, Do+Fr+Sa: 11 – 22 Uhr.

Verfahrensangaben

nichtoffener, einphasiger, anonymer freiraumplanerischer Wettbe-werb gemäß den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013)

Ausloberin

Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG (GEG), Domshof 8 – 12 28195 Bremen, 0421 792 732 22, info@geg-bremen.de, www.neues-hulsberg.de

Wettbewerbsbetreuung und Vorprüfung

Die Vorbereitung, Betreuung und Durchführung des Verfahrens sowie die Vorprüfung erfolgte durch das Planungsbüro protze + theiling GbR aus Bremen in Kooperation mit der GEG sowie unter Mitwirkung ausgewählter Sachverständiger

protze + theiling GbR

Am Hulsberg 23, 28205 Bremen, 0421 17 86 47 72, protze@pt-planung.de

Mitglieder der Jury

Fachpreisrichter/innen
Prof. Dr. Iris Reuther, Senatsbaudirektorin, Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Bremen
Dipl. Ing. Till Rehwaldt, Landschaftsarchitekt, Dresden
Prof. Dipl. Ing. Christiane Sörensen, Landschaftsarchitektin, Hamburg
Dipl. Ing. Gotthard Storz, Landschaftsarchitekt, Bremen

Stellvertretung
Prof. Katja Benfer, Landschaftsarchitektin, Berlin

Sachpreisrichter/innen
Florian Kommer, Geschäftsführer, Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG
Peter Jorzick, Geschäftsführer, HAMBURG TEAM Gesellschaft für Projektentwicklung mbH
Dipl.-Pflegew. Daniela Wendorff, Krankenhausdirektorin, Klinikum Bremen-Mitte
Steffen Eilers, Beiratssprecher östliche Vorstadt

Stellvertretung
Anke Kozlowski, Beirat östliche Vorstadt

Sachverständige verschiedener Ressorts und Gäste aus dem Beirat Östliche Vorstadt
Hellena Harttung, Ortsamtleiterin Bremen-Mitte/Östliche Vorstadt
Marianne Ricci, Landesamt für Denkmalpflege
Dr. Joachim Steinbrück, Landesbehindertenbeauftragter der Freien Hansestadt Bremen
Meike Austermann-Frenz, Beratungsstelle kom.fort, Bremen
Thomas Knode, Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Grünordnung,
Hanna Pape, Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr , Baumschutz
Michael Flassig, Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Strategische Verkehrsplanung
Marion Skerra, Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Stadtplanung Mitte,
Reinhard Sobel, Amt für Straßen und Verkehr, Straßenentwurf
Michael Lenhart, Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport, Referat Kinder-und Jugendförderung
Günter Brandewiede, Umweltbetrieb Bremen
Sven Lehmann, Gesundheit Nord
Karin Peters, Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG
Irene Traub, HAMBURG TEAM Gesellschaft für Projektentwicklung mbH
Andreas Pfisterer, HAMBURG TEAM Gesellschaft für Projektentwicklung mbH

Gäste (ohne Stimmrecht)
Helmut Kersting, Beirat östliche Vorstadt DIE LINKE
Jürgen Schultz, Beirat östliche Vorstadt FDP

Alle sind gespannt!

Bericht zur öffentlichen Präsentation der Wettbewerbsbeiträge zum Freiraumplanerischen Wettbewerb Neues-Hulsberg-Viertel

Von Anna Kreuzer (GEG)

Am 24. Januar versammelten sich etwa 100 Personen der Stadtöffentlichkeit im Hörsaal der Inneren Medizin – Bürgerinnen und Bürger, Investorinnen und Investoren, Interessierte, Aktive, Politikerinnen und Politiker, Expertinnen und Experten, Laien und potentielle Bewohnerinnen und Bewohner des Neuen-Hulsberg-Viertels, die teilweise zum ersten Mal bei einer Veranstaltung im Rahmen der Planung des neuen Quartiers teilnahmen, teilweise aber auch schon seit langem das Projekt begleiten. Sie alle waren gespannt auf die Entwürfe der fünf Landschaftsarchitekturbüros, die am freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb teilnahmen und seit September 2018 ihre Ideen für die öffentlichen Außenraumflächen des neuen Quartiers entwickelten – die grüne Mitte, das Herzstück des Neuen-Hulsberg-Viertels sowie die davon abgehenden Spangen, die verschiedene Nutzungen aufnehmen sollen. Aber auch die Verkehrsflächen sowie das St.Jürgen-Quartier im Süd-Westen – welches auf privaten Flächen realisiert wird – sollten dabei mitgedacht werden.

Eröffnet wurde der Abend durch Florian Kommer, Geschäftsführer der Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG (GEG), die den Wettbewerb initiiert hatte. Besonders den „intensiven Dialog mit der Zivilgesellschaft“, der im Vorfeld zum Wettbewerb stattgefunden hatte, hob Kommer hervor. Des Weiteren begrüßte auch Bausenator Lohse die Anwesenden: „Dies ist ein besonderer Moment (…) und ich freue mich auf die Veränderungen“, waren seine Worte. Aber auch der Hinweis darauf, dass ein Fokus auf eine Innenentwicklung nicht im Widerspruch zu qualitativem Grün stehe, war ihm besonders wichtig.

Das Wettbewerbsverfahren

Christoph Theiling, vom Büro protze + theiling, die den Wettbewerb betreuten, führte als Moderator durch den Abend, wies noch einmal auf die Wichtigkeit der Anonymität der Entwürfe hin und übergab das Wort an Käthe Protze, ebenfalls vom Büro protze + theiling. In einer kurzen Zusammenfassung erklärte sie noch einmal den Verlauf des Wettbewerbsverfahrens: Nach der Auslobung am 11.09. hatte es am 25.09. ein Rückfragenkolloquium für die eingeladenen Büros gegeben. Am 10.12. waren die Arbeiten beim Büro protze + theiling anonymisiert eingegangen, so dass zum Zeitpunkt der öffentlichen Präsentation niemandem bekannt war, welcher Entwurf von welchem Büro kam. Dies werde, so erklärte Protze, erst am darauffolgenden Tag im Anschluss an die Jurysitzung bekannt gemacht.

Protze rief in einer kurzen Präsentation außerdem noch einmal die wichtigsten Anforderungen an die Beiträge in Erinnerung: Es war ein Freiraumkonzept und ein strategischer Ansatz gefordert, der Spiel- und Bewegungsflächen sowie Multifunktionsflächen beinhaltet, aber auch respektvoll mit dem vorhandenen Baumbestand umgeht. Daneben waren Themen wie ein Entwässerungskonzept, eine Hubschrauber-Ersatzlandestelle, der Denkmalschutz und die Wirtschaftlichkeit der Herstellung sowie der Pflege des Außenraums von besonderer Bedeutung. Aber auch die Schwerpunkte, die sich aus den Beteiligungsverfahren ergeben hatten – eine grüne Vernetzung mit den benachbarten Stadtteilen, der Wunsch nach dem Erhalt möglichst vieler Bestandsbäume, die Berücksichtigung von unterschiedlichen Gruppen und die Idee der Gemeinschaftsgärten – waren den Landschaftsarchitektinnen und -architekten mit auf den Weg gegeben worden.

 

Die Entwürfe

Und dann war es endlich soweit: Die Vorstellung der eingereichten Arbeiten konnte beginnen!

Entwurf 1: HulsBERG

Der erste Entwurf stach durch sein prägnantes Motiv der Düne, also des „HulsBERGS“ hervor, die sich von West nach Süd, entlang der Grünen Mitte zieht und das Gebiet so topografisch gliedert. Des Weiteren nehmen die Spangen verschiedenen Nutzungen, wie Obstwiesen, Gärten, Spielflächen, Ruhezonen und weitere, auf. Es sollen so verschiedenen Qualitäten des Aufenthalts entstehen.

Entwurf 2: Klare Strukturierung

Der zweite Entwurf gliedert das Gebiet durch eine klare Strukturierung, die durch den Einsatz von Bäumen erreicht wird. Auch hier sollen die Spangen verschiedene Nutzungen aufnehmen, die durch Hecken voneinander abgegrenzt sind und mit roten Möbeln staffiert werden sollen.

Entwurf 3: Birkenstangenwald

Entwurf drei hingegen hebt sich durch das Motiv eines Birkenstangenwaldes hervor, der verschieden Spiel- und Klettermöglichkeiten sowie Aufenthaltsorte aufnehmen soll. Des Weiteren soll ein schwebendes Bord als Abgrenzung zur Hauptachse und dem darauf stattfindenden Fahrrad- und Fußgängerverkehr dienen und gleichzeitig Sitzmöglichkeiten schaffen.

Entwurf 4: Hulsberg-Campus

Der vierte Entwurf ist angelehnt an einen Campus-Gedanken. Hier soll vielfältiges Angebot entstehen. Die Flächen sind unterteilter und stärker durch Wege abgegrenzt. Ein besonderes Element des Entwurfs ist der Hängematten-Wald am südwestlichen Eingang des Quartiers.

Entwurf 5: Tiny Forest und Hulsberg Box

Entwurf fünf arbeitet mit zwei besonderen Elementen. Zum einen soll nordöstlich der Grünen Mitte ein sogenannter „Tiny Forest“ entstehen, der durch eine besonders dichte Bepflanzung ökologisch wertvoll und als besonderes Element erlebbar werden soll. Des Weiteren ist die „Hulsberg Box“, ein rotes, h-förmiges Möbelstück, im Gebiet verteilt und kann verschiedene Nutzungen aufnehmen. Sie soll somit identifikationsstiftend für das Quartier sein.

Rückfragen und Kommentare

Im Anschluss an die Vorstellung der Entwürfe gab es nun die Möglichkeit zum einen Fragen dazu zu stellen, zum anderen die Beiträge zu kommentieren. So gab es beispielsweise eine Rückfrage zum größtenteils denkmalgeschützten Zaun, der das Gebiet umgibt: „Wie gehen die fünf Entwürfe mit diesem um?“, fragte beispielsweise einer der Anwesenden. Alle fünf Entwürfe erhalten diesen größtenteils, nur an den Eingängen zum Quartier soll dieser geöffnet werden. Auch zu den Baumstandorten gab es Rückfragen. So interessierten sich die Anwesenden insbesondere für die Verteilung der Bäume, aber auch für das Verhältnis zwischen Baumbestand und neuen Bäumen. Etwa 120 Bäume müssen laut Bebauungsplan und Städtebaulichen Vertrag erhalten werden. Andere werden der Bebauung weichen müssen, für diese so wegfallende Bäume sollten im Gebiet neue Standorte gefunden werden, um diese zu ersetzen und ein weiterhin grünes Gesamtbild des Quartiers zu gewährleisten. Der Ersatzlandeplatz für den Hubschrauber des Klinikums, so stellte sich auf Rückfrage heraus, besteht lediglich aus einer 400 m² großen freien Fläche, die somit entweder in eine grüne Wiese oder eine der anderen Flächen integriert sein kann. Diese Frage stellte sich, da dies aus den Plänen nicht immer direkt hervorging.

Ein Bürger wies darauf hin, dass keiner der Entwürfe überdachte Aufenthaltsmöglichkeiten vorsah, dies jedoch aufgrund des Bremer Wetters durchaus sinnvoll sein könnte. Und auch die Vorzonen vor den Gebäuden wurden thematisiert. Diese wurden von den teilnehmenden Büros nur sehr sparsam behandelt. Das Element des Tiny Forest wurde noch einmal als „spannendes Element“ durch einen Teilnehmenden hervorgehoben, jedoch mit dem Hinweis, dass der Effekt und die Erlebbarkeit durch die geringe Größe ausbleiben könnte.

Vielen Dank für den erfolgreichen Abend!

Am Ende der Veranstaltung erhielt Senatsbaudirektorin Iris Reuther das Wort, erläuterte die nächsten Schritte – das Auswählen eines starken Bildes für das Quartier und die fachliche Ausarbeitung des Entwurfs – bedankte sich bei allen Beteiligten und übergab das Mikro an Florian Kommer, der sich für die spannende und interessante Präsentation bei Käthe Protze und Christoph Theiling bedankte.

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten in der MARKTHALLE ACHT, 15.02. – 02.03.2019
Die fünf Wettbewerbsbeiträge sollen nach dem Juryurteil öffentlich ausgestellt werden. Die Ausstellung ist in der MARKTHALLE ACHT geplant für den Zeitraum Freitag, 15.02., bis einschl. Samstag, 02.03.2019.

Öffentliche Vorstellung der Wettbewerbsbeiträge für den Freiraum am Do, 24.01.2019, 18 Uhr

Im Neuen Hulsberg-Viertel wird es immer konkreter. Parallel zu den ersten Grundstücksverkäufen wird jetzt noch einmal ein bedeutender Schritt in der Quartiersplanung vollzogen: Es geht um die Frage, welche Gestalt der öffentliche Freiraum mit der prächtigen grünen Mitte und den davon abgehenden grünen Spangen haben wird. Das hat nicht nur für das Quartier eine große Bedeutung, sondern auch für die gesamte östliche Vorstadt, denn „das Viertel“ ist dicht bebaut; große Plätze und öffentliches Grün sind rar.
Die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG (GEG), die für die Entwicklung des Neuen Hulsberg-Viertels verantwortlich ist, hat deshalb im September 2018 einen Wettbewerb mit fünf Landschaftsarchitekturbüros gestartet.

Öffentliche Präsentation im Klinikum Mitte am Donnerstag, 24.01.2019, 18 Uhr
Am Donnerstag, 24.01.2019, um 18 Uhr werden die Entwürfe für das Freiraumkonzept im Neuen Hulsberg-Viertel erstmals präsentiert. Veranstaltungsort ist der Hörsaal der Inneren Medizin (Haus 2) am Klinikum Bremen-Mitte, St.-Jürgen-Str. 1.
Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Da das Wettbewerbsverfahren nach den „Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013)“ durchgeführt wird, sind bestimmte Regularien zu beachten:

  • Keine Fotoaufnahmen von den gezeigten Arbeiten. Die Arbeiten werden aber nach der Jury-Entscheidung ab dem 15.02.2019 öffentlich ausgestellt und im Internet unter www.neues-hulsberg.de zugänglich gemacht werden.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der am Wettbewerb teilnehmenden Büros dürfen an der Veranstaltung nicht teilnehmen.
  • Die Veranstaltungsbesucherinnen und -besucher werden gebeten, keine Mutmaßungen zu den Urhebern der gezeigten Wettbewerbsbeiträge zu äußern.

Hintergrund dieser Regelungen ist, dass die Wettbewerbsjury gänzlich unvoreingenommen die eingereichten Arbeiten beurteilen soll, weshalb bis zum Ende der Juryberatungen, die Urheberschaft der Beiträge anonym gehalten wird.

Gleichwohl soll aber den Veranstaltungsbesuchern der Raum gegeben werden, ihre persönlichen Eindrücke zu den gezeigten Arbeiten zu äußern. An diesen Fragen könnten sich die Wettbewerbsarbeiten beispielsweise messen: Wie gut sind die Ideen des Planspiels von Jugendlichen vom August 2018 aufgenommen worden? Was findet sich aus der Hulsberg-Bürgerbeteiligung in den Entwürfen wieder? Wird das öffentlichen Grün den ganz unterschiedlichen Nutzungsanforderungen gerecht?

Wettbewerbsjury am Freitag, 25.01.2019
Einen Tag nach der öffentlichen Präsentation, am Freitag, 25.01.2019, wird in nichtöffentlicher Sitzung eine Wettbewerbsjury aus Landschaftsarchitektinnen und -architekten sowie Vertretern der Stadt Bremen, der Gesundheit Nord gGmbH und der GEG die eingereichten Arbeiten begutachten. Ziel der Juryberatung ist die Kür eines Wettbewerbssiegers und die Festlegung einer etwaigen weiteren Rangfolge. Der Entwurf, der den 1. Rang belegt, soll bei der weiteren Entwicklung des Neuen Hulsberg-Viertels ausgeführt werden.

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten in der MARKTHALLE ACHT, 15.02. – 02.03.2019
Die fünf Wettbewerbsbeiträge sollen nach dem Juryurteil öffentlich ausgestellt werden. Die Ausstellung ist in der MARKTHALLE ACHT geplant für den Zeitraum Freitag, 15.02., bis einschl. Samstag, 02.03.2019.

Bericht vom Bürgerforum „Freiraum und Grüne Mitte“

Am Montag, den 3. September 2018, veranstalteten das Bauressort und die GEG ein öffentliches Bürgerforum. Diesemal ging es um den geplanten Landschaftsarchitekturwettbewerb, bei dem konkrete Ideen für den öffentlichen Freiraum und für die Grüne Mitte erarbeitet werden sollen.

Die Ergebnisse aus dem Bürgerforum wurden in einer schriftlichen Bericht dokumentiert. Dieses Dokument wurde der Wettbeewerbsauslobung als Anlage beigefügt.

Der Bericht steht hier als Download zur Verfügung: 180907_pt_Dokumentation_BuergerforumNHV.

Bürgerbeteiligung im Neuen Hulsberg-Viertel geht weiter

Bürgerforum „Freiraum und Grüne Mitte“ am Montag, 3. September, 18 Uhr, Klinikum Bremen-Mitte

Am 28. Juni ist der Bebauungsplan für das Neue Hulsberg-Viertel in Kraft getreten. Zusammen mit einem städtebaulichen Vertrag, der zuvor im Mai geschlossen wurde, sind die wesentlichen Rahmenbedingungen für die weitere Quartiersentwicklung geschaffen. Eine erhebliche Bedeutung für das städtebauliche Konzept im Neuen Hulsberg-Viertel hat der Freiraum: Das Berliner Landschaftsarchitekturbüro „relais“ hatte seinerzeit die Idee der „Grünen Mitte“ und den davon abgehenden grünen „Fingern“ entwickelt. Wie die Ausgestaltung des öffentlichen Grüns im Konkreten sein wird, soll nun in einem gesonderten Landschaftsarchitekturwettbewerb herausgefunden werden. Bevor dieser Wettbewerb aber gestartet wird, erhalten die Bremerinnen und Bremer noch einmal Gelegenheit, ihre Überlegungen, Ideen und Wünsche zu äußern:

Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG (GEG) veranstalten ein öffentliches Bürgerforum, in dem gemeinsam erörtert werden soll, welche Atmosphäre für die öffentlichen Grünflächen im Neuen Hulsberg-Viertel erwünscht und angemessen ist und was sich die Menschen in der Nachbarschaft, das Klinikpersonal aber auch die zukünftigen Bewohner und Nutzer des Quartiers von der Freiraumplanung im Neuen Hulsberg-Viertel erhoffen. Im Vorfeld wird darüber informiert wird, was alles zu beachten ist, wenn man das öffentliche Grün, die Straßen und Wegen im Neuen Hulsberg-Viertel plant.

Die Ergebnisse der Veranstaltung werden schriftlich dokumentiert und der Auslobung zum Landschaftsarchitekturwettbewerb beigelegt.

Montag, 3. September 2018
18 – 21 Uhr
Bürgerforum „Freiraum und Grüne Mitte“
Klinikum Bremen-Mitte, Hörsaal in der Inneren Medizin (Haus 2), 4. OG, St.-Jürgen-Str. 1, 28205 Bremen.

Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

GEG bringt das nächste Hulsberg-Grundstück an den Markt: Sorgenfrei 1

Vier Wochen, nachdem der Bebauungsplan für das Neue Hulsberg-Viertel in Kraft getreten ist, bringt die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG (GEG) das nächste Grundstück an den Markt. Dabei handelt es sich um ein in die Jahre gekommenes Wohnhaus am Rand des heutigen Klinik-Geländes. Die Adresse ist klangvoll und vielversprechend: Sorgenfrei 1.
Das Bestandsgebäude hat eine Wohnfläche von ca. 230 Quadratmetern. Der Bebauungsplan 2450 für das Neue Hulsberg-Viertel gilt auch für dieses Grundstück und ließe eine Grundstücksausnutzung mit ca. 430 Quadratmetern oberirdischer Bruttogeschossfläche zu. Der für das Grundstück ermittelte Verkehrswert liegt bei EUR 315.000,–. Dies ist der Mindestpreis, den die GEG im Verkaufsverfahren von Bietern erwartet. Das Verkaufsverfahren startet am Dienstag, 31.07.2018. Die Frist zur Abgabe eines Erstangebotes wurde auf den 14.09.2018, bis spätestens 12.00 Uhr festgelegt. Die Verkaufsunterlagen können ab dem 31.07.2018 unter www.sorgenfreieins.de als PDF-Datei heruntergeladen werden.

90 % Preis, 10 % Konzept
Für die Entwicklung des Neuen Hulsberg-Viertels hatten Bausenator, GEG und die städtische Krankenhausgesellschaft Gesundheit Nord im Mai dieses Jahres einen städtebaulichen Vertrag geschlossen, der unter anderem vorsah, dass bei allen Grundstücksverkäufen neben dem Kaufpreisgebot auch konzeptionelle Überlegungen zur Grundstücksentwicklung eine Rolle spielen. Diese Regelung gilt auch für das Verkaufsverfahren „Sorgenfrei 1“: Bei den eingehenden Geboten wird der Kaufpreis zu 90 Prozent gewichtet werden. Das Grundstück „Sorgenfrei 1“ liegt in direkter Nachbarschaft zur denkmalgeschützten Pathologie. Dort wird in Zukunft eine Zufahrt in das Neue Hulsberg-Viertel entstehen. „Sorgenfrei 1“ wird also eine Entree-Situation des neuen Quartiers markieren. Die GEG erwartet deshalb von den Bietern städtebauliche Aussagen zur künftigen Grundstücksnutzung. Diese konzeptionellen Überlegungen werden bei der Gebotsauswertung mit 10 Prozent gewichtet.
GEG-Geschäftsführer Florian Kommer zu diesem Aspekt: „Bereits bei unserem ersten Verkaufsverfahren – dem Ärztehaus-Grundstück – hatten wir die Messlatte für Architekturqualität hoch gehängt, indem wir den Investor zur Durchführung eines Architektenwettbewerbs verpflichtet hatten. So hoch sind die Anforderungen beim Sorgenfrei-Grundstück zwar nicht, aber wir wollen allen Kaufinteressenten deutlich machen, dass auch diese feine, kleine Adresse viel städtebauliches Gespür einfordert.“

Weitere Grundstücksverkäufe in 2018 geplant
Nach dem Verkaufsstart des Grundstückes „Sorgenfrei 1“ sind für das Jahr 2018 noch folgende Verfahren geplant:

„Friedrich-Karl“
Das Verkaufsverfahren für das Grundstück Friedrich-Karl richtet sich exklusiv an Baugemeinschaften; also Zusammenschlüsse von Privatpersonen, die gemeinschaftlich das Grundstück erwerben und bebauen wollen, verbunden mit dem Ziel, selbst dort zu wohnen. Der Start des Verkaufsverfahrens ist im Spätsommer 2018 geplant.
Weitere Informationen sind einsehbar unter www.friedrichkarl.de

„St.-Jürgen-Quartier“
Im Herbst dieses Jahres soll ein wesentlicher Teil der frei werdenden Klinikflächen in ein Verkaufsverfahren gebracht werden: Das „St.-Jürgen-Quartier“ im süd-westlichen Grundstücksbereich umfasst das denkmalgeschützte Gebäude der heutigen Augen- und urologischen Klinik und vier weitere Baufelder neben und im rückwärtigen Bereich dieses Klinikgebäudes. Weitere Informationen zu diesem Verkaufsverfahren folgen im vierten Quartal 2018.

„Bettenhaus“
Das Bauressort, die GEG und die GeNo haben sich im städtebaulichen Vertrag darauf verständigt, das Bettenhaus an der St.-Jürgen-Straße in ein konzeptionelles Verkaufsverfahren zu bringen. Ziel ist dabei, einen Käufer für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt, ggf. ergänzt um soziale, kulturelle oder gewerbliche Nutzungen, zu finden. Einem solchen Käufer soll das Bettenhausgrundstück für ein Jahr „an die Hand“ gegeben werden. In dieser Zeit kann der Käufer die Projektierung und Finanzierung organisieren. Die GEG strebt den Beginn eines solchen Anhandgabeverfahrens für Ende 2018 an.

Städtebaulicher Vertrag unterzeichnet

Am 25. Mai 2018, vier Tage vor dem Satzungsbeschluss der Baudeputation zum B-Plan 2450 „Neues Hulsberg-Viertel“, wurde bei sommerlichen Temperaturen auf der Wiese vor der Alten HNO von 1851 der Städtebauliche Vertrag für das Neue Hulsberg-Viertel unterzeichnet. Von links nach rechts:

  • Florian Kommer, Geschäftsführer der GEG
  • Senatorin Professor Dr. Eva Quante-Brandt, Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz
  • Jutta Dernedde, Geschäftsführerin der GeNo
  • Hellena Harttung, Leiterin des Ortsamtes Mitte/Östliche Vorstadt
  • Senator Dr. Joachim Lohse, Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Die digitale Fassung des städtebaulichen Vertrages nebst Anlagen kann hier heruntergeladen werden:

180529-01 Staedtebaulicher Vertrag Digitale Ausfertigung

180529-02 Anlagen aus Staedtebaulichem Vertrag Neues Hulsberg-Viertel