Spezialveranstaltung Mobilität und öffentlicher Raum

Am Montag, dem 31. März 2014, wird im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum Neuen Hulsberg-Viertel eine Veranstaltung stattfinden, auf der die Themen Mobilität und öffentlicher Raum auf dem heutigen Klinikgelände erläutert und mit den Teilnehmern diskutiert werden sollen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Herausforderung, mit welcher planerischen Haltung wir den Angelegenheiten begegnen, die den öffentlichen Raum und den Umgang mit der Mobilität betreffen?

Diese Fragen könnten uns beschäftigen:

– Wie werden Verkehre im Neuen Hulsberg-Viertel und am Klinikum organisiert?

– Wie ist das mit dem öffentlichen Raum klug in Einklang zu bringen?

– Wie hat man zukunftsweisend sich der Fragen zur Mobilität im Quartier angenommen; welche Strategien stehen in der Diskussion?

Fahrradverkehr, Bügelerschließung, Tiefgaragen, Grüne Mitte, Besuherparken, teilen statt besitzen, Klinikparkhaus, Mischverkehrsfläche,… – Die Themenliste für den Abend ist lang!

Die Veranstaltungsdaten:

Mo, 31.03.2014, 17.30 Uhr – ca. 20.00 Uhr
Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Contrescarpe 72/Ecke
Schillerstr./Auf der Brake (ehem. Siemens-Hochhaus), 1.OG Raum 1.07

Report der Veranstaltung Baugemeinschaften am 12.02.14

Die dritte Spezialveranstaltung, die unter der Überschrift „Bremen baut Gemeinschaft“ stand, sich also rund um das Thema Baugemeinschaften drehte, war außerordentlich gut besucht. Das Thema Baugemeinschaften stößt in Bremen offensichtlich auf großes Interesse.

Nach einer kurzen Begrüßung und thematischen Einleitung durch die Senatsbaudirektorin Iris Reuther übernahm Christoph Theiling das Wort und moderierte gewohnt kundig und unterhaltsam durch den Abend.

In dem sehr gut besuchten Ausstellungsraum beim Bausenator wurden so viele neue Gesichter gesehen wie lange nicht mehr. Drei Viertel der Gäste gaben an, dass sie durch eine Baugemeinschaft gerne Eigentum erlangen möchten. Während einige der Anwesenden sich bereits in Baugemeinschaften zusammengefunden haben, suchen andere noch Anschluss.

Um dieses zu unterstützen, richtete der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr im vergangenen
Jahr eine Koordinierungsstelle für Baugemeinschaften ein, die durch Thomas Czekaj vertreten ist.

Czekaj präsentierte grundlegende Informationen zum Thema Baugemeinschaften, skizzierte
die Aufgaben der Koordinierungsstelle, die Anlaufstelle für Baugemeinschaften und für Einzelpersonen
mit Interesse an diesem Thema ist, und stellte bereits realisierte Projekte im Raum Bremen vor.

Zudem erläuterte er die unterschiedlichen Motive, die zur Bildung einer Baugemeinschaft führen können, und benannte gängige Rechts- bzw. Organisationsformen von Baugemeinschaften.

Als konkrete Aktivitäten benannte er die Einrichtung einer Internetseite, auf der Informationen zum Thema „Baugemeinschaften“ und künftig auch ausgeschriebene „Baugemeinschafts-Grundstücke“ und Terminankündigungen zu finden sind. Dort wird auch ein Newsletter angeboten und ein „Interessentenformular“ steht als Download zur Verfügung. Dieses dient der Einschätzung des Interesses an und der Organisation von Baugemeinschaften. Das von Gruppen oder auch Einzelpersonen ausgefüllte und unterschriebene Interessentenformular wird im Service-Center Bau in einem Ordner mit der Bezeichnung „Baugemeinschaftsbörse“ abgeheftet und ist so für andere
Suchende einsehbar.

Zur Organisation der Vergabe von Baugemeinschaftsgrundstücken wird zurzeit an einem Kriterienkatalog gearbeitet, der u. a. das Gemeinschafts-, das Wohnungs- und Gebäudekonzept und das Finanzierungskonzept bewertet. Es wird angestrebt, dass die bremischen Einrichtungen, die Grundstücke und Immobilien aus städtischem Besitz veräußern, diesen Kriterienkatalog bei den
Vergabeverfahren anwenden. Ziel ist es, Diversität im Sinne einer heterogenen Bewohnerstruktur und die Flexibilität der Gruppen, sprich die Anpassung an die Erfordernisse des Ortes, zu fördern.

Ein wesentlicher Aufgabenschwerpunkt der Koordinationsstelle liegt in der Beratung. Interessenten können die Möglichkeit einer Erstberatung – auch über die weiterführende Unterstützung durch Dritte -wahrnehmen. Sowohl vor, als auch nach der Grundstücksvergabe können sich Baugemeinschaften an die Koordinierungsstelle wenden.

Die aktuell bekannt gegebenen Termine, auf denen sich die Koordinierungsstelle präsentiert, sind der LBS-Immobilientag am 8. und 9. März und der Baugemeinschaften-Tag am 14. Juni 2014. Weitere Termine sind in Planung.

Alle Informationen zur Koordinierungsstelle sowie das Interessentenformular finden Sie hier (Link/ oder: http://www.bau.bremen.de/info/baugemeinschaften)

Mit einem kurzen Beitrag zur Grundstücksthematik kam auch Florian Kommer zu Wort. Er machte deutlich, dass das Projekt Neues Hulsberg-Viertel noch nicht soweit fortgeschritten ist, als dass man schon konkrete Aussagen zu möglichen Grundstücken und Parzellierungen treffen könnte. In diesem Kontext verdeutlichte er auch noch einmal den aktuellen Zeitplan, welcher sehr am Krankenhausneubau orientiert ist.

140212_Baugemeinschaften_Hulsberg

Die Referatsleiterin Bremen-Mitte, Angela Weiskopf zeigte am Beispiel anderer Städte bereits realisierte Bauten, welche in Gemeinschaft errichtet wurden. Besonderes Augenmerk war hier auf ein altes Militärgelände in Tübingen gerichtet, das im Schwerpunkt für Baugemeinschaften ausgeschrieben
wurde, das „Französische Viertel“.

Einen sehr spannenden und lebensnahen Einblick in ein solches Projekt bot auch Dörthe Halves, welche ebenfalls beim SUBV arbeitet. Sie ist selbst Mitglied einer Baugruppe, die ihr Bauvorhaben mittlerweile realisiert hat.Den Werdegang des Projektes „Villa P“ und die Erfahrungen, die sie in dem
Projekt gesammelt hat, trug sie sehr unterhaltsam mit einer Powerpoint-Präsentation vor, die wir aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht veröffentlichen können.

Nach den Präsentationen wurden die Werkstattgespräche begonnen: An zwei Tischen diskutierten die Besucher mögliche Grundstücke und Parzellierungen für Baugemeinschaften am Lorenzen-Plan, wobei auch Bestandgebäude berücksichtigt wurden. Um einen weiteren Tisch herum fanden sich
all jene zusammen, die grundsätzliche Fragen zu Baugemeinschaften stellen wollten.

  

Aus den Gesprächen konnte man entnehmen, dass es bereits einige Baugruppen in Bremen gibt, die seit längerer Zeit ein geeignetes Grundstück suchen.

Eine interessante Diskussion löste auch die Frage danach aus, ob sich erst die Gruppe finden sollte, oder man sich zuerst am Grundstück orientiert und eine dementsprechende Gruppe sucht.

Um eine Orientierung für die Größe des benötigten Grundstückes und für die darauf realisierbaren Wohneinheiten zu erhalten, wurden „Gebäudepuzzlestücken“ erstellt, die von den TeilnehmerInnen probeweise verortet werden konnten. Dabei stellte sich heraus, dass es eine gewisse Tendenz zu Größenordnungen von 12 bis 20 Wohneinheiten gab.

Bei einer Abstimmung war sich die Mehrheit der Anwesenden einig: Gemeinschaftliches Bauen sollte überall möglich sein, vorab ausgewählte Areale oder eine Konzentration der Baugemeinschaften in einem Baufeld werden eher nicht befürwortet.

Befragung zum Beteiligungsprozess

Im Rahmen einer Bachelorarbeit wird ein Forschungsprojekt im Beteiligungsverfahren „Neues Hulsberg Viertel“ durchgeführt. Dazu werden BürgerInnen gesucht, die sich für ein kurzes telefonisches Interview zur Verfügung stellen. Anhand der erhobenen Daten soll untersucht werden, wie nachhaltig das Verfahren durchgeführt wird. Mit jedem zusätzlichen Interviewpartner werden die Ergebnisse des Forschungsvorhabens aussagekräftiger. Daher wäre der Verfasser der Arbeit Ihnen sehr dankbar, wenn ein Interesse an einem Mitwirken besteht und Sie Kontakt mit ihm aufnehmen würden.

Kontaktdaten:

Daniel van Ballegoy

Tel.: 0421/6969 34 35
Mail: daniel.van.ballegoy@web.de

 

Treffen „BürgerInAktion Neues Hulsberg“ am 20.03.

Die “BürgerInAktion Neues Hulsberg” trifft sich am Donnerstag, dem 20.03.2014, um 19 Uhr, im Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt, Am Dobben 91.

Tagesordnung

TOP 1: Stand der Dinge
– Homepage
– Räumlichkeiten für die BürgerInAktion

TOP 2: Zwischenfazit zu den bisherigen Sonderveranstaltung des Senators UBV
– Bebauungsplan
– Bestandsgebäude
– Baugemeinschaften
– Gutes Klima – buten un binnen

TOP 3: Verschiedenes

Spezialveranstaltung zur Energieversorgung im Quartier

Am Montag, dem 10. März 2014, wird im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum Neuen Hulsberg-Viertel eine Veranstaltung stattfinden, die sich mit der künftigen Energieversorgung im Quartier befasst.
Es soll verschiedenen Fragen nachgegangen werden, so zum Beispiel:

Wie kann eine nachhaltige Energieversorgung für das Neue Hulsberg-Viertel aussehen?

Wie geht das eigentlich mit einem BHKW?

Welche energetischen Standards sind für die Gebäude angedacht? Und gibt es da Unterschiede zwischen Neubauten und den historischen Bestandsgebäuden?

Welche Rolle spielt Energiegewinnung durch Photovoltaik?

Die Veranstaltungsdaten:

Mo, 10.03.2014, 17.30 Uhr – ca. 19.30 Uhr
Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Contrescarpe 72/Ecke
Schillerstr./Auf der Brake (ehem. Siemens-Hochhaus), 1.OG Raum 1.07

Report der Spezialveranstaltung Gebäudebestand am 29.01.14

Am 29. Januar begrüßte Senatsbaudirektorin Iris Reuther zu der zweiten Spezialveranstaltung. Dieses Mal ging es um die Rolle des Gebäudebestandes im Neuen Hulsberg-Viertel.

Wieder nahmen viele bekannte Gesichter, aber auch einige Hulsberg-Neulinge an der von Christoph Theiling moderierten Veranstaltung teil. Bei der üblichen Fragerunde an das Publikum stellte sich heraus, dass fast jeder der Anwesenden bereits als Patient im Klinikum Bremen-Mitte (KBM) behandelt wurde und so schon Bekanntschaft mit dem einen oder anderen Bestandsgebäude gemacht hat. Das Potenzial der Bestandsgebäude schätzten die Gästen sehr vielseitig ein: Wohnen, Arbeiten, Gewerbe sowie Zwischennutzungen sind für viele vorstellbar.

Mit einem kurzen Vortrag zu der Historie des Klinikstandortes und der städtebaulichen und baukulturellen Bedeutung des Gebäudebestandes leitete Frau Professor Dr. Reuther die Präsentation ein.

Stellvertretend für den Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege, Herrn Professor Dr. Georg Skalecki, erläuterte Herr Kirsch vom Denkmalpflegeamt, welche Gebäude aktuell unter Schutz stehen und was geplant ist. Der mittig an der St. Jürgen Straße gelegene Gründungsbau des Klinikums, die „Alte HNO-Klinik“ steht seit 1996 als Einzelbaudenkmal unter Denkmalschutz. Das 1847 – 51 erbaute spätklassizistische Gebäude hat eine besondere krankenhausgeschichtliche Bedeutung und steht zusammen mit den beiden flankierenden Großbauten, der heutigen Augenklinik und Urologie (ehemals Chirurgisches Krankenhaus) und dem heute für Chirurgie und Innere Medizin genutzten Gebäude unter Ensembleschutz. Für ein weiteres erhaltenswertes Einzelgebäude, die Pathologie, läuft zurzeit das Unterschutz- stellungsverfahren. Darüber hinaus bezeichnet Herr Kirsch die Dermatologie als Erhaltungskandidaten, für den jedoch keine Unterschutzstellung vorgesehen ist.

Anschließend veranschaulichte die Senatsbaudirektorin Reuther anhand von unterschiedlichen Planungsständen den Umgang mit dem Gebäudebestand im städtebaulichen Entwurf. Reuther erläuterte, wo und warum der städtebauliche Entwurf präzisiert werden musste und wie die Rolle des Gebäudebestandes im überarbeiteten städtebaulichen Entwurf aussieht.

Florian Kommer, Geschäftsführer der GEG, erklärte in diesem Zusammenhang, welche Gutachten zu den Bestands- gebäuden vorliegen und in welcher Tiefe diese bearbeitet wurden. Dies ist insofern relevant, da die Gutachten eine Grundlage für das städtebauliche Gutachterverfahren bildeten. Bei der Bewertung wurde immer die Bedeutung des einzelnen Gebäudes im städtebaulichen Kontext betrachtet. Aber auch der bauliche Zustand, die architektonische Qualität  und die Wirtschaftlichkeit einer Umnutzung wurden als wichtige Kriterien für die Bewertung der Bauten herangezogen.
140127 Präsentation Bestandsgebäude

Die anschließende Ankündigung von Frau Reuther, dass seit dem Vormittag des 29. Januars Planmaterialien zu den Bestandsgebäuden im Internet zur Verfügung stehen, wurde mit dankendem Applaus quittiert. Der Download der Planmaterialien ist unter www.neues-hulsberg.de, unter der Rubrik „Das Neue Hulsberg-Viertel“ möglich.

Herr Kommer rief in Erinnerung, dass man damit einer schon vor längerer Zeit geäußerten Bitte aus der Bürgerbeteiligung nachgekommen sei. Er bedankte sich für die Geduld der Bürgerinnen und Bürger in dieser Sache und namentlich bei Herrn Bücking, dem Ortsamtsleiter Mitte/Östliche Vorstadt, der sich für die Veröffentlichung der Unterlagen in besonderer Weise eingesetzt hat, und bei dem Geno-Geschäftsführer Herrn Dr. Pfeiffer, der der Veröffentlichung zugestimmt hatte.

Nach der Präsentation versammelten sich die Gäste an zwei Tischen, an denen jeweils einige Experten standen, und diskutierten zu folgenden Themenschwerpunkten:

– Identität und Ästhetik
– Begegnung und Kultur
– Umnutzungen
– Ökonomie und Ökologie

In der sich anschließenden Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse wurden durch die Bürgerinnen und Bürger bereits erste Nutzungsideen für einige Bestandsgebäude vorgestellt. Diese reichten von öffentlichkeitswirksamen Nutzungen wie Gastronomie oder kulturellen Einrichtungen über besondere Dienstleistungen im Bereich Pflege und Therapie bis zu Wohnnutzung. Während sich die Pathologie aufgrund ihrer zentralen Lage besonders gut für eine öffentliche Nutzung eigne und so etwas wie das „Rathaus von Hulsberg“ werden könne, könne bei Gebäuden wie der MTA-Schule auch über eine Wohnnutzung nachgedacht werden. Einige Hinweise bezogen sich auf eine Nachnutzung der Kapelle als Ort der Begegnung und Kultur, langfristig oder auch als Zwischennutzung. Neben dem Thema Zwischennutzung, das auch für andere Gebäude wie z.B. die alte Prof- Hess Kinderklinik angesprochen wurde, wurde auch über eine Inszenierung der Gebäude vor dem Abriss nachgedacht. Ein weiterer sehr konkreter Vorschlag war die Einrichtung einer Kita in der Dermatologie.

Die auf Moderationskarten und in Form von graphischen Protokollen festgehaltenen Anmerkungen, Fragen und Stichworte finden Sie hier:

Die Veranstaltungsreihe wird fortgesetzt mit dem Thema „Baugemeinschaften“ am 12.02.2014. An dieser Stelle wie immer der Hinweis, regelmäßig auf die website www.neues-hulsberg.de zu schauen, um über weitere Veranstaltungen und anderweitige Veröffentlichungen auf dem Laufenden zu sein.

Protokoll: Sevinc Karademir und Marion Skerra

Report der Spezialveranstaltung B-Plan am 16.01.2014

Als Auftakt der angekündigten Reihe von Spezialveranstaltungen fand am 16.01.14 eine gut besuchte Veranstaltung zum Thema „Bebauungsplan und städtebauliche Dichte“ statt.  Nach der Begrüßung durch Senatsbaudirektorin Iris Reuther gab Moderator Christoph Theiling einen kurzen Überblick über den weiteren Ablauf und ermittelte mithilfe von Fragen an das Publikum  wieder eine Reihe  interessanter Ergebnisse:

So kann sich ein Großteil vorstellen im Jahr 2020 im neuen Hulsberg-Viertel zu leben. Ebenfalls waren interessierte Bürger/innen sowohl aus dem unmittelbaren Umkreis des Quartiers als auch von weiter her anwesend.

Nach Meinung des überwiegenden Anteils der Anwesenden passt das Stichwort Generationsübergreifendes Wohnen am besten zum neuen Hulsberg-Viertel. Gefolgt von den Stichworten „Urbanes Wohnen“ und „Junge Familien“.

Für gut ein Viertel der über 60 Anwesenden war das die erste Veranstaltung zum Neuen Hulsberg-Viertel. Einige der Anwesenden gaben an, sich bereits mit B-Plänen auseinander gesetzt zu haben. Das mehrheitliche Anliegen des Publikums war jedoch, mehr Informationen zu dem Thema Bebauungsplan zu erhalten  –  also wurde schnell mit den Präsentationen begonnen.

Es folgten die Beiträge zu drei Themengebieten: Angela Weiskopf erklärte in ihrem Vortrag „Was ist ein B-plan“, wann ein Bebauungsplan aufgestellt wird und was dieser eigentlich regelt. Zur näheren Erläuterung skizzierte Frau Weiskopf an einem beispielhaften Planausschnitt die graphischen und textlichen Elemente („Festsetzungen“), die Gegenstand eines B-Plans sein können.
Es wurde auch dargestellt, was ein Bebauungsplan nicht regelt (z.B. Grundstücksgrenzen, Grundstückspreis, energetischer Standard …). Diese Regelungsinhalte können bei Bedarf über einen städtebaulichen Vertrag oder in einem Grundstückskaufvertrag festgehalten  werden.

Danach folgte Uwe Eickhoff mit der Darstellung des Verfahrensablaufs eines Bebauungsplans. Diesen bildete er in Etappen ab, nannte die gesetzlichen Rahmenbedingungen und erläuterte, dass ein Bebauungsplan erst mit der Bekanntmachung für die Öffentlichkeit in Kraft tritt, also erst dann rechtskräftig und damit für jedermann verbindlich  ist.

Als Besonderheit bei dem Verfahren zum Neuen Hulsberg-Viertel hob er die umfangreiche frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit hervor. Während diese üblicherweise in Form einer Einwohnerversammlung erfolgt, startete die Beteiligung beim Neuen Hulsberg-Viertel mit der Auftaktveranstaltung im April 2011, setzte sich in einer Reihe von Foren und begleitenden Veranstaltungen wie Spaziergängen fort und dauert immer noch an. Er wies auch darauf hin, dass sich die Phase der frühzeitigen Beteiligung langsam ihrem Ende nähert und dass jetzt im Rahmen der im ersten Halbjahr 2014 anstehenden Veranstaltungen der richtige Zeitpunkt sei, Hinweise und Anregungen einzubringen.

Marion Skerra erläuterte in ihrem Vortrag zur „Städtebaulichen Dichte“, wie sich die städtebauliche Dichte des Neuen-Hulsberg Viertels in die Umgebung einfügt. Dieser Aspekt wurde in das Programm aufgenommen, da in den vorausgegangen Veranstaltungen immer wieder Fragen zur Verträglichkeit der vorgesehenen Dichte gestellt wurden. Anhand von Schrägluftbildern der unmittelbaren Umgebung des Grundstücks zeigte Frau Skerra, dass ein Großteil der bestehenden Baustruktur  eine mit dem Neuen Hulsberg-Viertel vergleichbare Dichte aufweist. Auch anhand gebauter Beispiele mit ähnlichen Strukturen konnten sich die Anwesenden ein besseres Bild über das Neue Hulsberg-Viertel machen.

Die gesamte Präsentation finden Sie hier:

Präsentation „Bebauungsplan & städtebauliche Dichte“

Nach einer kurzen Pause versammelten sich alle Anwesenden in zwei Arbeitsgruppen um den Lorenzen-Entwurf herum, um zu diskutieren und der Verwaltung Fragen und Hinweise für die weitere Bearbeitung mit zu geben.

Die vielen Fragen und Hinweise zum Thema Mobilität und zum Thema Freiraum, darunter auch die Frage, wie diese im Bebauungsplan verankert werden, wurden aufgenommen und werden in der Erarbeitung der verkehrsplanerischen und freifäumlichen Aspekte mit  den beauftragten Fachplanern und den zuständigen Abteilungen erörtert und geprüft. Zu Fragen zu der vorgesehenen Parzellierung lautete die Antwort, dass dieses nicht im Bebauungsplan festgesetzt werden kann. Dieses kann z.B. Inhalt städtebaulicher Verträge oder von Grundstückskaufverträgen sein und muss daher erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Während der gesamten Veranstaltung hatten die Besucher die Möglichkeit ihre Fragen auf Kärtchen festzuhalten, damit diese an einer Stellwand gesammelt und dokumentiert werden konnten.

Die nächste Veranstaltung findet am 29.01.14 zum Thema Bestandsgebäude statt – damit auch die Folgeveranstaltungen so erfolgreich ablaufen, empfiehlt es sich für alle Interessenten noch einmal in den Veranstaltungskalender für die kommenden Monate zu schauen.
Protokoll: Sevinc Karademir

Spezialveranstaltung zum Gebäudebestand

Am Mittwoch, dem 29. Januar 2014, wird im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum Neuen Hulsberg-Viertel eine Veranstaltung stattfinden, die sich mit dem Gebäudebestand auf dem heutigen Klinikgelände befasst.
Es soll verschiedenen Fragen nachgegangen werden, so zum Beispiel:

Welche Bedeutung hat der Gebäudebestand im städtebaulichen Entwurf von Carsten Lorenzen und seinem Planungsteam?

Welche Erkenntnisse wurden aus den Bestandsuntersuchungen aus dem Jahr 2012 gewonnen?

Wie sieht das Für und Wieder zu Nachnutzung oder Abriss aus?

Die Veranstaltungsdaten:

Mi, 29.01.2014, 17.30 Uhr – ca. 19.30 Uhr
Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Contrescarpe 72/Ecke
Schillerstr./Auf der Brake (ehem. Siemens-Hochhaus), 1.OG Raum 1.07

Treffen „BürgerInAktion Neues Hulsberg“ am 5.2.

Die „BürgerInAktion Neues Hulsberg“ trifft sich am Mittwoch, 05.02.2014, um 19 Uhr, im Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt, Am Dobben 91.

Tagesordnung

TOP 1: Organisatorisches

TOP 2: Mobilitätsplanung Neues Hulsberg mit
Albrecht Genzel (Verkehrsreferent ADFC)
Ulrich Draubt  (Mobilitätskonzept Uniklinik Freiburg)
Anne Mechels (Verkehrsentwicklungsplanerin)
BI Bismarckstraße

TOP 3: Verschiedenes

 

Report des Bürgerforums am 25.11.13

Am Montag, den 25.11.13 um 18 Uhr fand nach einer längeren Pause erneut ein Bürgerforum zur Entwicklung des Neuen Hulsberg-Viertels statt; dieses Mal unmittelbar auf dem Klinik-Gelände, im Hörsaal der Inneren Medizin.

Woher kommen eigentlich all die TeilnehmerInnen des Bürgerforums? Um das zu veranschaulichen, hatten die BesucherInnen die Möglichkeit, ihren jeweiligen Wohnort auf einer großen Karte von Bremen und dem Umland zu markieren. Ein deutlicher Schwerpunkt zeichnete sich im näheren Umkreis des Neuen Hulsberg-Viertels ab; aber auch zahlreiche BesucherInnen aus entfernteren Stadtteilen und dem Umland von Bremen waren vertreten.

Moderator Otmar Willi Weber brachte es in seiner Einstiegsmoderation, einem kleinen Fragespiel, zutage: Unter den über 120 BürgerInnen gab es wieder einige, die zum ersten Mal an einem Forum zum Neuen Hulsberg-Viertel teilnahmen. Auch die besonders  überraschende Frage „Wer hat schon einmal zu Freunden gesagt: Im Jahr 2020 werde ich im Neuen Hulsberg-Viertel wohnen?“ wurde von einer guten Hand voll von BesucherInnen bejaht.

Klaus Selle, der das Beteiligungsverfahren von Beginn an moderierend und beratend begleitet, war auf „die Neuen“ natürlich vorbereitet: Er veranschaulichte zunächst den bisherigen Verlauf des Bürgerbeteiligungsprozesses und bildete dann die kommenden Etappen ab. Zudem betonte er, dass es in diesem Forum darum geht, zu vereinbaren, wie und mit welchen Schwerpunkten wir weiter arbeiten wollen.

Daran anschließend fand eine Gesprächsrunde statt, bei der Akteure aus Politik, Verwaltung und der Öffentlichkeit kurz zusammenfassten, welche Fortschritte und Geschehnisse sich in den vergangenen Monaten ereignet haben und mit welchen Themen man sich beschäftigt. Auch Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum fanden Gehör.

Senatsbaudirektorin Iris Reuther verdeutlichte die Arbeitsschritte, die man mit dem Planungsteam um Carsten Lorenzen gegangen ist, um die Überarbeitung des städtebaulichen Entwurfs gemäß Juryurteil voranzubringen. Parallel dazu wurde das Bebauungsplanverfahren mit einer ersten Anhörung der Träger öffentlicher Belange gestartet. Aus diesem Termin ergaben sich zahlreiche fachliche Einzelfragen, beispielsweise zur Mobilität, zur sozialen Infrastruktur und zu ökologischen Belangen, die nun sukzessive abgearbeitet werden. Darüber hinaus wurden die nächsten Schritte des Beteiligungsprozesses vorbereitet.

Peter Rüdel vom Beirat östliche Vorstadt trug die Initiative der Grünen-Fraktion vor, wonach neben dem gemäß Senatsbeschluss erforderlichen 25 Prozent Wohnungen im sozialen Wohnungsbau
weitere 25 Prozent der Wohnungen von Baugruppen errichtet werden sollen.

Robert Bücking erklärte sich als Mittler zwischen den Akteuren der Verwaltung, der Projektentwicklung und den Akteuren aus dem Beirat und dem zivilgesellschaftlichen Raum. In dieser Rolle nahm er an zahlreichen Fachgesprächen und Zusammenkünften teil.

Frau Steenken und Herr Ballschmiede sprachen für die „BürgerInAktion Neues Hulsberg-Viertel“, einem Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern, die den Beteiligungsprozess und das Projekt begleiten. Dieser Kreis hatte sich in den vergangenen Monaten Gedanken zu sozialen Belangen der Quartiersentwicklung, zur Nachnutzung bestimmter Bestandsgebäude und zu weiteren Themen gemacht. Als konkrete Überlegungen wurden die Ansinnen vorgetragen, den Abriss der Kapelle und der Frauenklinik auf den Prüfstand zu stellen.

Herr Dr. Pfeiffer, Geschäftsführer der städtischen Krankenhausgesellschaft Geno und federführend beim Krankenhausneubau an der Bismarckstraße, berichtete von den Fortschritten im Neubauvorhaben. Zudem erwähnte er den kürzlich unterzeichneten Grundstückskaufvertrag mit der GEG, der unter anderem aussagt, dass die freiwerdenden Flächen des Klinikums erst an die GEG übergehen, wenn das Klinikum in den Neubau zieht.

Auch zu dem Wunsch von Bürgerinnen und Bürgern nach einem eigenen Raum für künftige
Treffen äußerte sich Pfeiffer: Im Januar wird ein Termin zu dieser Thematik stattfinden, um gemeinsam eine Lösung für das Raumproblem zu finden. Und schließlich kündigte Dr. Pfeiffer an, dass man auch in der Frage der Publikation weiterer Gebäudegrundrisse auf gutem Wege einer Klärung sei.

Auch Florian Kommer von der Grundstücksentwicklungsgesellschaft (GEG) betonte die Wichtigkeit des Kaufvertrages, der einen bedeutenden Meilenstein darstellt: Die Regelung, wie und zu welchem Zeitpunkt die Krankenhausgesellschaft die frei werdenden Klinikflächen an die GEG übertragen
werden, gewährleistet Planungssicherheit im weiteren Prozess.

Herr Kommer erwähnte zudem den Messeauftritt der GEG auf der Immobilienmesse Expo-Real in München, auf der das Projekt „Neues Hulsberg-Viertel“ erstmalig überregional bekannt gemacht wurde.

Nach der Gesprächsrunde übernahm die Senatsbaudirektorin Frau Prof. Dr. Reuther erneut das Wort und präsentierte die durch das Team Lorenzen überarbeitete Version des städtebaulichen Entwurfs.
Dabei nahm sie die BesucherInnen mit zu einem „Spaziergang“ durch die verschiedenen Teilbereiche des Geländes.

Die an der St.-Jürgen-Str .gelegene „Optionsfläche 1“  grenzt nördlich an die vorhandene Operationseinheit des Klinikums, das Gebäude, in dem der heutige Haupteingang liegt. Auf dieser Fläche sollen das Klinikparkhaus und ein Ärztehaus entstehen. Es ist geplant, die zum Neuen Hulsberg-Viertel gewandten Seiten des Parkhauses durch eine Mantelbebauung zu fassen und mit einer ansprechenden Fassadengestaltung zu versehen. Da noch einige fachliche Fragen u.a. mit der Feuerwehr und der Notaufnahme des Klinikums zu klären sind, wird es hier voraussichltich noch zu weiteren Änderungen kommen.

In der  „Planungsfläche 1“, die entlang der St.-Jürgen-Str. von der Alten HNO bis zur denkmalgeschützten Augenklinik und der Urologie verläuft, wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Der ursprünglich für eine Nachnutzung erhaltene Bunker soll einer Neubebauung mit vornehmlich Wohnnutzung weichen,
  • anstelle des  Parkhauses, das Lorenzen hinter der Augenklinik vorgesehen hatte, soll ebenfalls Wohnungsbau entstehen,
  • ein Teil des ruhenden Verkehrs soll an dieser Stelle in Tiefgaragen untergebracht werden.

Für die „Planungsfläche 2“, den nordöstlichen Bereich des Areals (Ecke Bismarckstr./Friedrich-Karl-Str.), war Carsten Lorenzen aufgefordert,alternative Planungen vorzulegen – mit der zwingenden Vorgabe den Neubau der Kinderklinik an der Friedrich-Karl-Str. zu erhalten. Lorenzen entwickelte dazu
zahlreiche Varianten, die in den nächsten Monaten einer weiteren Überprüfung unterzogen werden.

In dem Bereich um die „Grüne Mitte“, das grüne Rückgrat des städtebaulichen Entwurfes wurden keine
wesentlichen Änderungen vorgenommen.

Der Bürgerbeteiligungsprozess wird im ersten Halbjahr 2014 fortgeführt mit einer Reihe von Spezialveranstaltungen zur Vertiefung wichtiger Themenbereiche. Themen und Termine sind unter der
Rubrik Termine unter dem Titel „Veranstaltungskalender zum neuen Hulsberg Viertel „ veröffentlicht. Anmeldungen können über das Kontaktformular auf dieser Seite erfolgen. Bereits im Forum gab es die
Möglichkeit, sich in die ausgelegten Listen zu den einzelnen Spezialveranstaltungen einzutragen und damit anzumelden.

Die Spezialveranstaltungen münden in ein „Werkstattwochenende“  im Mai 2014, in welchem die Erkenntnisse und Gesichtspunkte aus den Spezialveranstaltungen zusammengeführt und diskutiert werden. Darüber hinaus sind Exkursionen und Ausflüge angedacht.

Dann ging es an die eigentliche Arbeit: In drei Arbeitsgruppen diskutierten die BürgerInnen mit jeweils zwei „Experten“ den überarbeiteten Lorenzen-Entwurf. Die Fragen und Anregungen der BürgerInnen wurden in Form graphischer Protokolle auf Papier gebracht. So konnte die Interessenlage der BürgerInnen erfasst werden und die kommenden Veranstaltungen können entsprechend vorbereitet werden.

Um auch den anderen Gruppen die jeweiligen Ergebnisse zu vermitteln, veranstaltete Professor Selle einen „Gallery-Walk“: Alle Forumsbesucher versammelten sich jeweils vor einer Stellwand und das jeweilige graphische Protokoll wurde ausführlich erläutert.

Auch wenn es in den Gruppen unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte gab, so wurden doch einige Punkte in allen Gruppen diskutiert:

  • städtebauliche Dichte: Gebäudehöhen und Dimensionen der Blockinnenbereiche
  • Mobilität: Radverkehr, Parkplatzsituation und Zugänglichkeit des Quartiers
  • Grünflächen: Umgang mit dem Baumbestand, Nutzung der öffentlichen und privaten Flächen
  • Bestandsgebäude: temporäre und langfristige Nutzungsmöglichkeiten

Frau Prof. Dr. Reuther übernahm das Schlusswort, bedankte sich bei allen Gästen für die Teilnahme und die zahlreichen Anregungen und ermutigte alle Interessierten, sich auch in Zukunft weiter so engagiert einzubringen.