Das neue Hulsberg-Viertel

sollte

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aber

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27.06.17

Baugemeinschaften, aufgepasst!

www.friedrichkarl.de liefert erste Infos zum geplanten Grundstücksverkaufsverfahren

Am 8. Mai 2017 hatten der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr (SUBV) und die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG (GEG) in einer öffentlichen Veranstaltung über den geplanten Grundstücksverkauf des Baufeldes „Friedrich-Karl“ an eine oder mehrere Baugemeinschaften informiert.

Unter www.friedrichkarl.de stehen die damals gezeigten Präsentationen zum Download zur Verfügung.

Fragen zum Grundstück und zum geplanten Verkaufsverfahren richten Sie bitte schriftlich an die GEG unter info@geg-bremen.de

Fragen zum Thema „Baugemeinschaft“ richten Sie bitte schriftlich an SUBV unter thomas.czekaj@bau.bremen.de

19.06.17

SORGENFREI 1 – Künstlerisch-wissenschaftliche Zwischennutzung endet in dieser Woche

Von März bis Juni 2017 wurde das Haus “Sorgenfrei 1” von Künstlern und Wissenschaftlern bewohnt und inszeniert. Diese Zwischennutzung endet in den kommenden Tagen:

Am Donnerstag, Sonntag und Montag finden noch einmal fulminante, künstlerische Aktion statt:

Donnerstag, 22.6. um 20.00 Uhr
„Hausaufgabe”
Klank MusikAktionsEnsemble

Addition durch Substraktion: KLANK MusikAktionsEnsemble benutzt das Wohnhaus Sorgenfrei 1 als Instrument. Zum großen Finale der Zwischennutzung gehen die vier Musiker der Immobilie buchstäblich an die Substanz. Das Konzert Hausaufgabe bearbeitet ein Haus im Endstadium – und bereitet so den Abriss auditiv vor.

 

Sonntag, 25.6. & Montag, 26.6. um 20.00 Uhr
“Dramaturgies of the present”
Edit Kaldor & Studierende der HfK

Die Regisseurin Edit Kaldor aus Amsterdam ist im Sommersemster 2017 Gastprofessorin für experimentelle Aufführungsformen zwischen Kunst und Musik an der HfK Bremen. Gemeinsam mit Studierenden arbeitet sie in Sorgenfrei 1 an Formen von Anwesenheit und Gegenwart sowie an den Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Digitalem und Analogem. Und das ohne Telefonanschluss…

Ausführliche Informaionen finden Sie hier: http://schwankhalle.de/spielplan/sorgenfrei-289.html

 

15.06.17

Frisch aus der Bürgerbeteiligung: Die Präsentationen zum Städtebaulichen Vertrag

Am Mittwoch, dem 14.06.2017, wurde in einer öffentlichen Informationsveranstaltung zu den wesentlichen in Verhandlung stehenden Inhalten des Städtebaulichen Vertrages informiert. Ein ausführlicher Bericht zu dieser Informationsveranstaltung folgt in Kürze. Bereits jetzt werden zwei am 14. Juni gezeigte Dokumente veröffentlicht:

  1. Der Vortrag von Klaus Selle, der seit 2011 den Bürgerbeteiligungsprozess begleitet. In seinem Vortrag ist Selle auf die Wesensmerkmale des Bürgerbeteiligungsprzesses zum neuen Hulsberg-Viertel im Allgemeinen und im Speziellen eingegangen.
  2. Der Vortrag von Reinhard Viering vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr (SUBV). Viering lieferte in seiner Präsentation einen Überblick auf die Themen, die im Städtebaulichen Vertrag geregelt werden sollen; vorbehaltlich einer Einigung zwischen den drei Vertragsparteien, nämlich SUBV, Gesundheit Nord und Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte.

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13.06.17

Informationen zum städtebaulichen Vertrag am Mittwoch, 14. Juni 2017

Die planerischen Rahmenbedingungen bei der Entwicklung des Neuen Hulsberg-Viertels werden im Wesentlichen über zwei Instrumente definiert: den Bebauungsplan 2450 und einen städtebaulichen Vertrag.

Der B-Plan
Der Bebauungsplan 2450 war in den vergangenen Jahren wiederholt Gegenstand von Beratungen in öffentlichen Veranstaltungen. Im Sommer 2016 wurde er dann auf Beschluss der Baudeputation öffentlich ausgelegt, womit erneut die Gelegenheit gegeben wurde, im Rahmen der förmlichen Bauleitplanung zu den Zielen und Inhalten des Bebauungsplans Stellung zu nehmen.

Noch nicht öffentlich vorgestellt sind bislang die Inhalte eines städtebaulichen Vertrages, der gegenwärtig zwischen dem Bremer Bauressort, der Grundstücksentwicklungsgesellschaft GEG und der Krankenhausgesellschaft GeNo ausgehandelt wird.

Wozu ein städtebaulicher Vertrag?
Der städtebauliche Vertrag regelt zahlreiche wichtige Detailfragen, die nicht über einen Bebauungsplan abgehandelt werden können oder sollen:

  • In welchem Umfang wird Quote für sozialen Wohnungsbau im Neuen Hulsberg-Viertel festgelegt? Wie wird sichergestellt, dass die Quote auch tatsächlich erfüllt wird? Und wo und zu welchem Zeitpunkt?
  • Wie kann das anspruchsvolle Ansinnen für ein nachhaltiges Mobilitätskonzept im Quartier konkret umgesetzt werden? Wie funktioniert das mit Baulasten, Ablösen und Nachweisen für Stellplätze?
  • Wird es eigentlich Platz für Schule und KiTa im Neuen Hulsberg-Viertel geben? Und wenn ja, wo denn? Und wann?
  • Werden Verfahren vereinbart, die gewährleisten, dass Baugemeinschaften zum Zuge kommen?

Dies sind nur einige beispielhafte Fragen, die einen Hinweis darauf geben, dass der städtebauliche Vertrag ein komplexes Instrument ist.

Bürgerinformation „Städtebaulicher Vertrag“ am 14. Juni
Am Mittwoch, dem 14. Juni 2017, soll im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Neuen Hulsberg-Viertel über den Verhandlungsstand und die Inhalte des städtebaulichen Vertrages informiert werden. Geplant ist, dass Vertreter der drei Vertragsparteien – Bauressort, GeNo und GEG – Gelegenheit haben werden, die Vertragsinhalte zu erläutern und aus ihrer jeweiligen Sicht zu kommentieren.
Dabei sollen auch die unterschiedlichen Perspektiven und Beweggründe deutlich werden, mit denen die Vertragsparteien sich in den Verhandlungen bewegen.

Im Überblick
Informationen zum städtebaulichen Vertrag „Neues Hulsberg-Viertel“
Mittwoch, 14. Juni 2017
18.30 Uhr
Hörsaal der Inneren Medizin (Haus 2) am Klinikum Bremen-Mitte, 4. OG, St.-Jürgen-Str./Ecke Bismarckstr., 28205 Bremen.
Eine Anmeldung zur Teilnahme ist nicht erforderlich.

28.10.16

Bürgerbeteiligung trägt Früchte: Kinderklinik bleibt

Langer Atem, Geduld und manchmal auch ein wenig Gelassenheit gehören offenkundig zu den Grunddisziplinen, die es in der Bürgerbeteiligung zum Neuen Hulsberg-Viertel braucht. Im März 2015 war man zuletzt zusammengekommen, um gemeinsam über das künftige Quartier und die aktuellen Planungsstände zu diskutieren. Zwei Monate später wurden im Rahmen der Bürgerschaftswahlen das Stadt- und Landesparlament neu gewählt. Nach Formierung einer neuen Landesregierung, der Einarbeitung Abgeordneter, die neu ins Parlament gezogen waren, und der Konstituierung der Stadtteilbeiräte und ihrer Ausschüsse war das politische Räderwerk in Bremen im Spätsommer 2015 so weit neu justiert, um in Gang zu kommen. „Parlamentswahlen sind nicht unbedingt Bürgerbeteiligungsbeschleuniger“, so kommentierte der Journalist und Moderator des Hulsberg-Podiums Otmar Willi Weber diese Sachlage.

Die Verwaltung nutzte die Zeit nach den Parlamentswahlen, um bereits auf den Weg gebrachte und weit gediehene Planungen in einen fachlichen stabilen Rahmen zu gießen.
Für das neue Hulsberg-Viertel ist dieser Rahmen der Bebauungsplan 2450.
Das Hulsberg-Podium am 26. Februar 2016 im Hörsaal der Inneren Medizin am Klinikum Bremen-Mitte war die Veranstaltung, auf der die Ziele und Inhalte des Bebauungsplanes
– vorgestellt,
– erläutert und
– kommentiert wurden

Auditorium Hulsberg-Podium; Foto: C. Kuhaupt

 

 

Vorgestellt und erläutert
Vorgestellt und erläutert wurde der Bebauungsplan bereits ab 15 Uhr von Marion Skerra, die in der Stadtplanung beim Bausenator federführend den B-Plan für das Neue Hulsberg-Viertel erarbeitet hat. Zwei Stunden stellte sie sich, unterstützt von Planerkollegen und Andreas Pfisterer von Hamburg Team im Hörsaal-Foyer den engagierten und interessierten Nachfragen von Bürgerinnen und Bürgern.

Kommentiert
Das Informations- und Diskussionsmaterial, das gezeigt wurde, war vielfältig. Das Bauressort hatte Planmaterial und eine Wandzeitung parat, und auch von engagierten Bürgerinnen und Bürgern wurden Plakate und eine Filmproduktion beigesteuert, die den bisherigen Stand der Planung kommentieren. Im Schwerpunkt ging es um diese Themen:
– die grundsätzlichen Ziele und Inhalte des B-Plans mit seinen textlichen Festsetzungen
– die Forderung zum Erhalt des Bettenhaus,
– kritische Überlegungen u.a. zum Mobilitätskonzept, Kinderklinik-Altbau, geförderten Wohnungsbau, Freiraum und Baumbestand, zur künftigen Architektursprache, zur optimalen Grundstücksausnutzung im Bereich der beiden Kinderkliniken

Lohses Botschaft des Abends: Erhaltungssatzung für Kinderklinik-Altbau
Ab 17 Uhr wurden auf dem Hulsberg-Podium die Erläuterungen und Kommentierungen fortgesetzt. Bremens oberster Mann für die Stadtentwicklung, Bausenator Dr. Joachim Lohse führte in den Nachmittag ein, in dem er zunächst mit einem Rückblick auf den Bürgerbeteiligungsprozess und Erinnerungen an bisher erreichte Meilensteine eindrucksvoll zeigte, welch langatmiges Geschäft eine Quartiersenwicklung ist. Er unterstrich, dass das bisherige Verfahren wesentlich vom Geist des konstruktiven Miteinanders und vom allseitigen Engagement – seitens der Bürgerinnen und Bürger ebenso wie seitens der Fachleute – getragen wurde. Dafür sprach er seinen Dank aus.
Seine einführenden Worte schloss Senator Lohse mit einer echten Überraschung: Auf den letzten Metern der B-Plan-Erarbeitung habe er mit seinen Fachleuten im Bauressort entschieden, dass das Haus 37, der Kinderklinik-Altbau einen nachhaltigen Bestandsschutz verdiene, weshalb der Bau aus den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts mit einer Erhaltungssatzung versehen werden soll.

Lohse Hulsberg-Podium, Foto: Kuhaupt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Standortbestimmung durch Klaus Selle
Klaus Selle, Begleiter des Beteiligungsprozesses seit frühester Stunde, kommentierte zunächst das Verfahren bis zu seinem heutigen Stand mit der Brille des „Externen“ und verdeutlichte die frühe, kontinuierliche und beharrliche Partizipation an der Entwicklung des Neuen Hulsberg-Viertels, die dem Verfahren zum Guten gereiche.
Sodann gab er einen Ausblick auf die anstehende B-Planauslegung und betonte, dass in dieser formalen Phase der Bauleitplanung Bürgerinnen und Bürger weiterhin die Möglichkeit haben, Stellung zu Zielen und Inhalten der Planung zu nehmen.
Download: Präsentation Selle

 

 

Der B-Plan 2450: Stand der Dinge & Ausblick
Es war dann an Senatsbaudirektorin Iris Reuther, den Entwurf des Bebauungsplans vorzustellen. Folgende Kernbotschaften vermittelte sie:
o Erhaltungssatzung für den Altbau der Kinderklinik (Haus 37)
o Ärztehaus an derie St.-Jürgen-Straße wird der erste Entwicklungsbaustein
o Bunker an der St.-Jürgen-Straße soll Wohnnutzung weichen
o Quartierseingang wird neu gefasst
o Es wird festgehalten an einem nachhaltigen und zukunftsweisenden Konzept zum Umgang mit Mobilität im Quartier
Außerdem erklärte die Senatsbaudirektorin in kurzen Worten, die Bedeutung der den B-Plan ergänzenden Bausteine, nämlich B-Planbegründung, Umweltbericht, Mobilitätskonzept, Grünordnungsplan, schalltechnische Untersuchung und Einzelhandelsgutachten.

Schließlich stellte sie in Aussicht, dass während der Auslegungsphase, die voraussichtlich im Mai beginnen werde, das Bauressort eine „Lesehilfe“ für das komplexe Planwerk anbieten werde; konkret: Im Rahmen der Auslegung, die im Foyer des bausenatorischen Dienstgebäudes erfolge, werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtplanung an mehreren Terminen den B-Plan persönlich erläutern. Zentrale Ansprechpartnerin wird Frau Skerra sein.
Download: Präsentation Reuther

Noch einmal „Stunde Null“
Das anschließende Podiumsgespräch erinnerte dann zumindest in seiner personellen Besetzung daran, wie alles begann; damals in der „Stunde Null der Bürgerbeteiieligung“, am 11. April 2011. Auf dem Podium waren seiner Zeit der Bausenator, der Finanzstaatsrat, der Beiratssprecher, der Ortsamtsleiter, der GEG-Geschäftsführer und der GeNo-Geschäftsführer.
Die Funktionsträger waren auch am 26.02.2016 auf dem Podium versammelt; nur mit zwei Unterschieden:
1. Auf sämtlichen Positionen fanden personelle Wechsel statt.
2. Dieses Mal war das Podium um eine siebte Person erweitert, nämlich um jene, die stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger spricht.

160226_Hulsberg-Podium Kuhaupt

 

 

Bürgerbeteiligung als „vorweggenommene Nachbarschaft“
Ortsamtsleiterin Hellena Harttung verdeutlichte, dass trotz geringer Aktivitäten im Bürgerbeteiligungsprozess in den vergangenen Monaten dennoch viel geschehen ist: Geflüchtete sind in eine Notunterkunft auf dem Klinikgelände eingezogen, potenzielle Baugruppen kamen zusammen und bereiten sich auf die Verkaufsverfahren vor, und der B-Plan wurde soweit ausgearbeitet, dass er nun kurz vor der Auslegung ist.

Robert Pfeiffer, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft GeNo, unterstrich, dass trotz der zum Teil deutlich gegenlaufenden Interessen zwischen Forderungen aus dem Beteiligungsprozess und jenen der GeNo, die großen Wert auf hohe Verwertungserlöse legt, ein hohes Maß an Kompromissfähigkeit bei allen Beteiligten erkennbar war. Er empfinde den Beteiligungsprozess wie eine „vorweggenommene Nachbarschaft“.

Als kritischer Nachbar erwies sich Frank Ballschmiede, der stellvertretend für Bürgerinnen und Bürger sprach, die sich in den vergangenen Jahren engagiert an der Entwicklung des Neuen Hulsberg-Viertels eingebracht hatten. Er bemängelte dass die GeNo sich noch nicht substantiell zu einem Mobilitätskonzept für den Unternehmensstandort „Mitte“ geäußert habe. Außerdem hätte er sich eine vielleicht noch intensivere und ausführlichere Debatte zu den ungeklärten Dissensen bezüglich des städtebaulichen Entwurfs gewünscht.

Deutlichen Widerspruch zu dem Wunsch nach einer ausführlicheren Debatte legte sogleich GEG-Geschäftsführer Florian Kommer ein, der die Auffassung vertrat, dass nach einem fünfjährigen Beteiligungsprozess der Debatte nicht länger Raum gegeben werden, sondern schlicht Entscheidungen getroffen werden müssen, weil eine Einigung in den bis jetzt ungelösten Dissensen offensichtlich nicht möglich sei. Der Ball liege jetzt bei den legitimierten „Entscheidern“, nämlich den gewählten Mitgliedern der Bremischen Bürgerschaft.

Bausenator Joachim Lohse pflichtete Kommer bei: Das Projekt müsse jetzt einen nächsten Schritt machen. Der dringende Bedarf an neuen Wohnungen sorge für „Druck auf dem Kessel“. Die lange Phase der Bürgerbeteiligung erachtete Lohse als besonderen Luxus, den nicht jedes Stadtentwicklungsprojekt für sich in Anspruch nehmen könne. Finanzstaatsrat Dietmar Strehl bekräftigte das mit zwei einfachen aber prägnanten Formeln: „Termine retten uns“ – will sagen: Dass wir uns jetzt einen klaren Zeitplan für die weiteren Schritte auferlegen, hilft uns, die notwendigen Entscheidungen zu treffen – ganz gleich, ob sie uns unbequem oder sympathisch sind. Und die zweite Formel bedarf keiner weiteren Erklärung: „Zeit ist Geld“.

Diese Sichtweise präzisierte aus den Zuhörerreihen der Baupolitiker Robert Bücking durch den Hinweis, dass die äußeren Umstände bisher für das „satte Zeitkissen“ gesorgt hätten: Die Verzögerung beim Klinikneubau habe Raum für die lange Planungsphase geboten. Jetzt aber müsse es das Ziel sein, die Ergebnisse des bisherigen Beteiligungsprozesses sauber an die Baudeputierten und Bürgerschaftsabgeordneten zur Entscheidung vorzulegen.

Mit Blick auf anstehende politische Entscheidungen brachte Frank Ballschmiede die Erwartungshaltung von Bürgerinnen und Bürgern in Position, wonach in einem gesonderten Beteiligungsschritt noch die Inhalte des städtebaulichen Vertrages zu vermitteln seien. Weiteren „Nährboden“ für diese Haltung lieferte Florian Kommer, der die Auffassung vertrat, dass es der bisherigen Kommunikationskultur im Projekt entspräche, wenn man die Inhalte und Regelungsrichtungen des städtebaulichen Vertrages transparent mache. Zugleich verdeutlichte er aber auch ganz konkret, dass und wie es weitergeht, in dem er in Aussicht stellte, dass das erste Verkaufsverfahren in wenigen Monaten losgehen würde. Dabei handele es sich um den Verkauf des Grundstückes an der St.-Jürgen-Str., auf dem das Ärztehaus entstehen solle. Danach folge ein Verkaufsverfahren für das Grundstück „Sorgenfrei 1“.

Das Podiumsgespräch rundete Klaus Selle mit der Ermunterung ab, engagiert bei der Sache zu bleiben und weitere Menschen in Bremen zur Mitwirkung am Beteiligungsprozess zu bewegen. Sein Zwischenfazit nach den vergangenen fünf Jahren: Dieser Beteiligungsprozess habe einen ganz normalen und typischen Verlauf genommen und sei gleichzeitig ganz anders! Transparenz und vertrauensvoller Umgang blieben dabei die unverzichtbaren Konstanten.

Der vorgeschrittenen Stunde geschuldet, gaben Iris Reuther und Florian Kommer diesen „Minimalausblick“ auf die Frage, wie es weitergehe:
1. Qualität des öffentlichen Freiraums und das Gestaltungskonzept für die Architektur sind nur zwei von vielen weiteren Themen, die den Beteiligungsprozess in Zukunft beschäftigen werden.
2. Die Gesamtinbetriebnahme des Klinikneubaus ist von der GeNo weiterhin für Ende 2018 in Aussicht gestellt. Daraus ergibt sich, dass die frei werdenden Flächen frühestens ab 2019 durch die GEG entwickelt und ab etwa 2020 an etwaige Grundstückskäufer geliefert werden können. Das Neue Hulsberg-Viertel, so wie wir es bisher auf dem Plan betrachtet haben, wird also Anfang der 20er Jahre schrittweise Wirklichkeit werden.
3. Das heutige „Hulsberg-Podium“ war ein Meilenstein im Prozess, es ist aber kein Ende der Bürgerbeteiligung!
4. Die Frage, wie es weiter geht, ist die Hausaufgabe für alle Personen.

Mit dieser Hausaufgabe im Gepäck lud sodann die GEG zu einem geselligen Dämmerschoppen im Foyer des Hörsaals ein, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

13.07.16

Ausschreibung für Ärztehausgrundstück gestartet

Grundstücksverkauf im Neuen Hulsberg-Viertel — Ärztehaus am Klinikum Bremen-Mitte
Zum Verkauf steht das Grundstück für das Ärztehaus am Klinikum Bremen-Mitte. Der Verkauf erfolgt in einem öffentlichen Verkaufsverfahren mit Teilnahmewettbewerb und anschließendem gestuften Verhandlungsverfahren. Auf folgender Website können die Ausschreibungsunterlagen eingesehen werden: www.aerztehaus-bremen.de

19.04.15

Initiative Stadtteilgenossenschaft – Treffen am 21. April

Einladung zum
Treffen der „Initiative Stadtteilgenossenschaft Neues Hulsberg-Viertel“

am Dienstag, den 21. April um 19 Uhr

im Alten Fundamt, Auf der Kuhlen 1a, 28203 Bremen

Liebe Interessierte an einer Stadtteilgenossenschaft,

hiermit laden wir Euch zum nächsten Treffen der „Initiative Stadtteilgenossenschaft Neues Hulsberg-Viertel“ ein. Wir treffen uns diesmal im Alten Fundamt, Auf der Kuhlen 1a und hoffen, dass möglichst viele von Euch wieder kommen können.

Zum Ablauf haben wir uns gedacht, dass wir in der ersten Stunde (19 – 20 Uhr) im Plenum tagen (Punkte 1-7) und uns ab ca. 20 Uhr in die drei AG’s aufteilen könnten. Platz für die Arbeit in Gruppen wäre vorhanden.
Schöne Grüße

Margot Müller/Peter Bargfrede

Top:

  1. Begrüßung
  2. Protokoll vom letzten Treffen
  3. Kurzbericht vom B-Plan-Workshop in der Friedensgemeinde v. 25.4
  4. Bericht aus der AG-Satzung
  5. Infos/Vorbereitung Exkursion nach Hamburg (Gängeviertel etc.) am 29. Mai
  6. Infos zu einem “demonstrativen Stadtrundgang” auf dem Klinikgelände am 30. Mai
  7. Verschiedenes
  8. Weiterarbeit in getrennten Arbeitsgruppen

Initiative „Stadtteilgenossenschaft Neues Hulsberg-Viertel“
c/o Peter Bargfrede, Wupperstr. 16, 28205 Bremen, Tel. 444771

26.02.15

Bürgerforum Neues Hulsberg-Viertel am Mi, 11.03.2015

Mittwoch, 11. März 2015
18.00 Uhr
Gemeindesaal der Friedensgemeinde, Humboldtstr. 175

Das nächste öffentliche Forum zur Planung des Neuen Hulsberg-Viertels findet am Mittwoch, den 11.03.2015, um 18.00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Gemeindesaal der Friedensgemeinde, Humboldtstraße 175, 28203 Bremen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstalter sind der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG (GEG).

Das Neue Hulsberg-Viertel steht kurz vor seinem nächsten Etappenziel: In den vergangenen Monaten wurde der Bebauungsplan durch die Stadtplanung erarbeitet. Die wesentlichen Inhalte und Ziele der Planung sind so weit gediehen, dass sie in ihren Grundzügen vorgestellt werden können.
In einigen Themenbereichen bestehen in der Stadtgesellschaft weiterhin unterschiedliche Positionen und Interessenslagen.
Diese verschiedenen Sichtweisen sollen am 11. März für die Öffentlichkeit und die Politik sichtbar gemacht werden. Ein Perspektivengespräch wird die Ansichten der „BürgerInAktion Neues Hulsberg-Viertel“ und weiterer Akteure der Stadtgesellschaft hinsichtlich der Themen Mobilität, Freiraum und Bestandsgebäude verdeutlichen. Anschließend zeigt das Bauressort, wie im Rahmen einer fachlichen Abwägung den jeweiligen Gemengelagen begegnet wurde und welche Regelungen der B-Plan treffen soll.

Der Ablauf des Abends:

  • Begrüßung & Bericht zum Stand der Planung
  • Mobilität | Freiraum | Bestandsgebäude
    Perspektivengespräche zu offenen Fragen
  • Rückfragen & ergänzende Anmerkungen
    Fazit

Bürgerforum „Neues Hulsberg-Viertel“
Mittwoch, 11.03.2015
18.00 – 21.00 Uhr
Gemeindesaal der Friedensgemeinde, Humboldtstr. 175, 28203 Bremen.
Eine Anmeldung zur Teilnahme ist nicht erforderlich.

18.12.14

Standorte Quartiersgaragen – Arbeitsgespräch am 07.01.15

Am Mittwoch, den 7. Januar 2015, laden der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte zu einem Arbeitsgespräch zum Thema „Standorte Quartiersgaragen im Neuen Hulsberg-Viertel“ ein.

Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr. Veranstaltungsort ist der Konferenz- und Modellraum im Hause des Bauressorts, Contrescarpe 72, 1.OG, Raum 1.07.

Im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens zum Neuen Hulsberg-Viertel wurden in einer öffentlichen B-Plan-Werkstatt wesentliche Inhalte des Bebauungsplanes erörtert, der gegenwärtig vom Bauressort bearbeitet wird. Zu der Unterbringung von PKWs hatte das Bauressort alternative Standorte für Quartiersgaragen im städtebaulichen Entwurf für das Neue Hulsberg-Viertel ausgetestet. Diese planerischen Überlegungen sind in der B-Plan-Werkstatt manchen Besucherinnen und Besuchern entgangen. Auf Wunsch von Bürgerinnen und Bürgern wird das Bauressort das Thema in einem Arbeitsgespräch noch einmal näher erläutern.

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.

Anmeldungen zur Teilnahme an dem Gespräch werden erbeten
unter marion.skerra@bau.bremen.de

Arbeitsgespräch „Standorte Quartiersgaragen im Neuen Hulsberg-Viertel“

Mittwoch 07.01.2015
17.30 – 18.30
Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Contrescarpe 72, 1. OG, Raum 1.07
28195 Bremen

26.10.14

Treffen der “BürgerInAktion Neues Hulsberg” am 29.10.

Die “BürgerInAktion Neues Hulsberg” trifft sich
am Mittwoch, dem 29.10.2014,
um 19 Uhr,
im Betriebsratsgebäude des Klinikums Bremen-Mitte.
Das Betriebsratsgebäude ist das kleinere, weiße Haus, das vis-à-vis zum Café 2000 liegt.

Tagesordnung
TOP 1 Organisatorisches
TOP 2 Stellungnahmen zum B-Plan “Neues Hulsberg-Viertel”
TOP 3 Verschiedenes

3.09.14

Treffen der “BürgerInAktion Neues Hulsberg” am 24.09.

ACHTUNG! NEUER TREFFPUNKT!
Betriebsratsgebäude Klinikum Mitte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die “BürgerInAktion Neues Hulsberg” trifft sich
am Mittwoch, dem 24.09.2014,
um 19 Uhr,
im Betriebsratsgebäude des Klinikums Bremen-Mitte.

Tagesordnung
TOP 1 Organisatorisches
TOP 2 Zusammenfassung der Verwaltung “B-Plan-Werkstatt”
TOP 3 Verschiedenes

28.08.14

„Eines der größten Wunder der Erde: Das Bauwesen.“ (Zitat Owi)

Protokoll der B-Plan-Werkstatt am 11. und 12.07.14

FREITAG, 11.07.: Arbeitsgrundlagen

Alle Hulsberginteressierten waren am Freitag den 11. Juli, herzlich eingeladen, um unter der Moderation von Ottmar-Willi Weber (Owi) gemeinsam in das Werkstattwochenende zu starten. Dabei diente der Freitagabend der Information: Es ging darum, alle Teilnehmenden, darunter auch wieder viele Hulsberg-Neulinge, auf den gleichen Kenntnisstand im Projekt zu bringen. Zuerst erläuterte Senatsbaudirektorin Iris Reuther, dass heute die fachlichen Grundlagen erarbeitet werden, die für das morgige Programm – die Erörterung der Inhalte des Bebauungsplanes – von Bedeutung sein werden. Danach veranschaulichte Klaus Selle die Etappen des bisherigen Bürgerbeteiligungsprozesses, und gab einen Ausblick auf die nächsten Schritte. Aktuell befinden wir uns in der Phase der Bauleitplanung und damit in einer Phase der zunehmenden Verbindlichkeit. Der Bebauungsplan wird erarbeitet, und es müssen Entscheidungen getroffen werden. Aufgrund der Vielzahl der Aspekte wollen wir uns heute und morgen in der B-Planwerkstatt auf die B-Plan relevanten Aspekte konzentrieren. Alle anderen Themen, darunter Bodenpreis und Baugruppen fallen aber nicht hinten runter, sondern werden zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal aufgerufen und gemeinsam erörtert.

Seit dem Bürgerforum im Mai hat sich auch wieder einiges am städtebaulichen Rahmenplan getan. Iris Reuther erläuterte die Weiterentwicklung in einer Präsentation:

Unter anderem wurde die Zugangssituation von „Am Schwarzen Meer“ optimiert. Durch die Arrondierung, d.h. die Fortführung der Blockstruktur, wird hier ein besserer städtebaulicher Übergang von der bestehenden Randbebauung zu den neuen Blöcken im Inneren des Neuen Hulsberg-Vietels erreicht. Zugleich kann so eine attraktive Zugangssituation von „Am Schwarzen Meer“ geschaffen werden. Die von der Friedrich-Karl-Straße erreichbare Quartiersgarage wurde so verschoben, dass nur noch eine Schmalseite zur Straße zeigt. Dadurch wurde Raum geschaffen für einen weiteren Bebauungsriegel entlang der Friedrich-Karl-Straße. Nach wie vor ist die Unterbringung der Kfz-Stellplätze ein großes Thema: So wurde die Parkplatzsituation noch einmal überdacht und überarbeitet.
So sieht der aktuelle Lorenzen-Entwurf für das Neue Hulsberg-Viertel aus:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Senatsbaudirektorin erläuterte im Anschluss noch einmal, welche Aspekte durch den B-Plan geregelt werden. Um diese ein wenig zu ordnen, wurden drei Themengruppen gebildet.

– Haus und Hof
– Baum und Wiese
– Auto und Rad

Die überarbeitete Fassung der Zwischenbilanz der Spezialveranstaltungen wurde von Christoph Theiling, der die Spezialveranstaltungen in der ersten Jahreshälfte moderierte, vorgestellt. Die Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, die erste im Rahmen des Bürgerforums im Mai vorgestellte Herausgabe zu kommentieren, und diese Kommentare wurden in die aktuelle Fassung eingearbeitet.

Eine kurze Übersicht zum Verkehrskonzept gab es von Konrad Rothfuchs (ARGUS, Stadt- und Verkehrsplanung). Dabei erwähnte er einige Überlegungen zur Parkplatzsituation, die auf der Berechnung 70% Wohnen und 30% Gewerbe basieren.

Im Anschluss präsentierte Stadtplanerin Marion Skerra, vom Bauressort, die aktuelle Entwurfsskizze zum B-Plan und informierte über die mögliche Nutzung von Grundstücken. Dabei wurden eine Reihe von wesentliche Fragen geklärt, wie zum Beispiel: Wo darf gebaut werden und wo nicht? Welche Nutzungen werden erlaubt sein? Und welche Nutzungsmischung wird angestrebt? Begrifflichkeiten wie “Wohngebiet” und “Mischgebiet” wurden erläutert. Um hier zu einer Annäherung zu kommen, wurde ein Blick in die Nachbarschaft des Neuen Hulsberg-Viertels geworfen. So soll mit der partiellen Ausweisung von Mischgebieten im Bebauungsplan ermöglicht werden, dass sich die dort vorhandene Nutzungsvielfalt im Neuen Hulsberg-Viertel fortsetzt.

 

 

 

 

 

 

Zu der wichtigen Frage, wie viele Bäume voraussichtlich erhalten werden können, zeigte Marion Skerra einen Baumüberlagerungsplan. Dadurch wurde deutlich, dass ein Großteil der Bäume erhalten werden kann, obwohl hier ein neues Quartier mit etwa 1000 Wohneinheiten entstehen wird.

Thomas Knode, Grünplaner beim Bauressort, erläuterte, dass für einen Teil der Bäume Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen, da diese zu nah an den neuen Gebäuden stehen.

Zudem verdeutlichte er die finanzielle Sachlage, die mit der Festsetzung der Grünen Mitte als öffentliche Grünfläche einhergeht. Für die Pflege und Erhaltung könnten keine zusätzlichen öffentlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Alles, was in das Neue Hulsberg Viertel fließt, würde an anderer Stelle fehlen. Deshalb müssten u.U. alternative Finanzierungsmöglichkeiten geprüft werden.

Marion Skerra erklärte zum Ende ihres Vortrags, welche Themen am Folgetag besprochen werden sollten.

Zum Abschluss der ersten Veranstaltung an diesem Wochenende wurde noch eine offene Fragerunde durchgeführt. In diesem Rahmen wurde unter anderem geklärt, dass 25% der Wohneinheiten als sozialer, d.h. förderfähiger Wohnungsbau hergestellt werden, und wie es sich mit der Abgrenzung einzelner Flächen verhält.

Mit der Verabschiedung und Danksagung durch den Moderator und die Senatsbaudirektorin endete der erste Tag des Werkstattwochenendes und fand anschließend einen geselligen Ausklang bei Wasser, Rot- und Weiswein.

 

SAMSTAG, 12.07.: B-Plan-Werkstatt

Am Samstagvormittag um 10:30 Uhr ging es dann weiter – Moderator Ottmar-Willi Weber gab einen Ausblick auf den Ablauf des zweiten Tages des Werkstattwochenendes. Auch Iris Reuther begrüßte alle Anwesenden und skizzierte die wesentlichen Programmpunkte für diesen Tag.

Für die an diesem Tag neu Hinzugekommenen gab es eine Kurzfassung der Inhalte des gestrigen Abends. Marion Skerra erläuterte noch einmal die Vorentwurfsskizze für den B-Plan, die Grundlage für die folgende, gemeinsame Arbeit. Danach erklärte sie, wie das Bauressort und die GEG die Arbeit an den Tischen geplant haben.

Zu jedem der am Vortag benannten Themen (Haus und Hof/ Baum und Wiese/ Auto und Rad) wurde eine Art „Aufgabenheft“ in Form eines Plakates entworfen. Hierauf haben das Bauressort und die GEG die für den B-Plan wesentlichen Fragestellungen und noch offenen Aspekte als Übersicht zusammengefasst. Dabei haben sie alle die Aspekte aufgegriffen, die im Rahmen der bisherigen Bürgerbeteiligung in öffentlichen Veranstaltungen oder auch in Form direkter Beteiligung von den Bürgerinnen und Bürgern eingebracht wurden. Natürlich war es auch erwünscht, weitere Fragestellungen und Themen zu bearbeiten, sofern sie B-Plan relevant sind.

Es wurden drei Tischgruppen aufgebaut, an denen alle wesentlichen Pläne auslagen, darunter die Vorentwurfsskizze für den B-Plan, der städtebauliche Entwurf und der Baumüberlagerungsplan. Zum ersten Mal sollten nach Möglichkeit in allen Arbeitsgruppen alle B-Plan-relevanten Themen erörtert werden, um auch die gegenseitigen Abhängigkeiten aufzuzeigen.

An jedem Tisch gab es eine(n) Moderator(in), eine(n) Berichterstatter(in) und eine Planerin sowie eine Reihe von weiteren Experten und Expertinnen zu den Themen Grün und Verkehr und zur Immobilienwirtschaft. Bürgerinnen und Bürger haben die Rolle der Moderator(inn)en und Berichterstatter(innen) übernommen. Nachdem sich auch die interessierten Hulsbergerinnen und Hulsberger in drei Gruppen aufgeteilt hatten, konnten die Werkstattgespräche losgehen. Die Ergebnisse wurden fortlaufend festgehalten und an den Themenplakaten notiert. Es wurde engagiert diskutiert; und vor allem lang, was dem Umstand geschuldet war, dass die Mittagshäppchen im Aufzug feststeckten!

Themen am Tisch 1:

 

 

 

 

Themen an Tisch 2:

 

 

 

 

Themen an Tisch 3:

 

 

 

 

Nach gelungener Befreiungsaktion durch die Techniker des Klinikums tischte dann das glückliche Cateringteam auf, und alle Gäste konnten sich mit leckeren Häppchen stärken.  Die Berichterstatter(innen) und Moderator(inn)en nutzten die Pause, um gemeinsam mit Herrn Selle die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zusammenzufassen und in Form einer Beamerpräsentation aufzubereiten.

 

 

 

 

 

 

An dieser Stelle möchten das Bauressort und die GEG noch einmal ihren Dank für das besondere Engagement dieser „Hulsberger(innen)“ aussprechen! Die Moderation an den Tischen und das konzentrierte Protokollieren teils hitziger Debatten war eine echte Herausforderung, die aber von Almut Wolff, Anke Kozlowski, Corinna Lueßen, Gudrun Steenken, Ursula Schnell und Frank Ballschmiede glänzend gemeistert wurde!

Die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden dem Plenum von den Berichterstatter(inne)n in kurzer und anschaulicher Form vorgestellt.

Die Tischgruppe 1 beschäftigte sich besonders mit den öffentlichen Grünflachen, der Zugänglichkeit des Quartiers und den Tiefgaragen. Auch die Finanzierung der öffentlichen Grünflächen und die Fußwegverbindungen zu den Haltestellen des ÖPNV sorgten hier für Gesprächs- und auch noch Klärungsbedarf.

Bei der Tischgruppe 2 standen der Umgang mit den Bestandsgebäuden, das Mobilitätskonzept und die Dichte und Höhe der Gebäude im Vordergrund. Die Überlegung, ein Quartierszentrum als Ort für Kultur und Begegnung in einem der Bestandsgebäude (vielleicht in der Pathologie?) unterzubringen, wurde besprochen. Eine Teilnehmerin forderte als Vertreterin einer Reihe von Akteuren den Erhalt des Bettenhauses, wofür nach ihrer Auffassung insbesondere die in dem Gebäude gespeicherte graue Energie und die guten Nachnutzungsmöglichkeiten für kostengünstigen Wohnungsbau sprächen. Außerdem sollte die Standortfrage eines alternativen Bewegungsbades nicht in Vergessenheit geraten.

Auch Tischgruppe 3 beschäftigte sich vorwiegend mit ähnlichen Themen: Grünflächen, Bestandsgebäude, Mobilität, Dichte und Höhe. Dabei wurde darüber debattiert, ob die Größe der grünen Mitte für alle Zwecke ausreichend sei. Noch einmal betont wurden die Aspekte, dass die vorgesehenen Gebäudehöhen strikt eingehalten werden sollen und dass über die Option der Zwischennutzung in den Bestandsgebäuden nachgedacht werden soll. Beschäftigt hat sich die Gruppe 3 zudem mit einem möglichen Vorentscheid zu Standorten für Baugruppen bzw. öffentlich gefördertem Wohnungsbau, auch wenn diese Themen nicht im B-Plan geregelt werden.

In einigen Punkten sind sich alle Gruppen einig:

– Parkplatzsituation und Mobilitätskonzept lassen noch einige Fragen offen. Der angestrebte Stellplatzschlüssel von 0,4 wird jedoch von der Mehrzahl der Teilnehmer(innen) als richtige und nachvollziehbare Reduzierung des Stellplatzangebotes gesehen.

– Es sollen möglichst viele Bäume des wertvollen Baumbestandes erhalten werden.

– Der im Rahmen des Werkstattwochenendes vorgestellte Vorschlag, eine schmale private Vorzone vor den Häusern vorzusehen, wurde allgemein begrüßt.

(Die detaillierte Zusammenfassung der Ergebnisse, als Präsentation finden sie [hier]. Je nachdem wie es zuvor gestaltet wurde.)

Mit einer Abschlussrede von Iris Reuther neigte sich das Werkstattwochenende seinem Ende zu. Die Ergebnisse aus diesen zwei Werkstatttagen werden vom Bauressort verschriftlicht und Bestandteil einer Deputationsvorlage.
Alle Hulsberginteressierten werden selbstverständlich rechtzeitig über den Termin zur nächsten Deputations-Befassung informiert.

Als Dank für das Engagement aller Teilnehmer(innen) gab es zum Abschluss eine Hulsberg-Torte, bei der jeder sein favorisiertes Baugrundstück verköstigen durfte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es war ein arbeits- und erkenntnisreiches Werkstattwochenende. Bauressort und GEG danken noch einmal für die engagierte Teilnahme und die vielen eingebrachten Anregungen und Ideen

“Baugruppen-Interessenten-Ordner”

Noch ein erneuter Hinweis für alle die am Thema Baugruppe interessiert sind:
Der “Baugruppen-Interessenten-Ordner” bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Interessenten in Verbindung zu setzen.
Sie finden ihn am Empfang des Bauressorts:
Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Contrescarpe 72/Ecke Schillerstr./Auf der Brake

Sevinc Karademir & Marion Skerra

 

26.07.14

Grundrisse “Bettenhaus” als Download

Bereits im Januar wurden die Grundrisse der Klinik-Bestandsgebäude, die auf dem künftigen Gelände des Neuen Hulsberg-Viertels stehen, im Internet veröffentlicht. Es fehlten bislang die Pläne des Bettenhauses. Mittlerweile sind diese Grundrisse auch aufgearbeitet worden und stehen an dieser Stelle als pdf-Download zur Verfügung: Gebäude 6-12 Bettenhaus

17.07.14

Treffen der “BürgerInAktion Neues Hulsberg” am 23.07.

Die “BürgerInAktion Neues Hulsberg” trifft sich
am Mittwoch, dem 23.07.2014,
um 19 Uhr,
im Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt, Am Dobben 91.

Tagesordnung
TOP 1 Organisatorisches
TOP 2 Nachlese B-Plan-Werkstatt – Wie geht es weiter?
TOP 3 Verschiedenes

6.07.14

Kommentierte Bilanz der Spezialveranstaltungen

Von Januar bis April 2014 wurden fünf Spezialveranstaltungen durchgeführt, in denen es um verschieden Aspekte bei der Planung zum Neuen Hulsberg-Viertels ging. Zur Diskussion wurden folgende Themen gestellt, die auch bei der Bauleitplanung von Bedeutung sein können:

– Bebauungsplan und stätebauliche Dichte (16. Januar 2014)
– Gebäudebestand (29. Januar 2014)
– Baugemeinschaften (12. Februar 2014)
– Energie (10. März 2014)
– Mobilität und Öffentlicher Raum (31. März 2014)

Das Bauressort und die GEG hatten einen schriftlichen Bericht zu diesen Veranstaltungen angefertigt, die “Zwischenbilanz der Spezialveranstaltungen”.
Dieses Dokument wurde im Mai hier im Internet veröffentlicht und war auf dem öffentlichen Bürgerforum am 14.05.2014 Gegenstand der Diskussion mit den dort anwesenden Bürgerinnen und Bürgern.

Die “BürgerInAktion Neues Hulsberg” (BIANH) hat in den vergangenen Wochen das Dokument gesichtet und kommentiert.
Das Dokument kann hier herunergeladen werden: Zwischenbilanz der Spezialveranstaltungen mit Kommentierung BIANH. Stand: 03.07.2014

Wie geht es weiter?
Am Wochenende des 11. und 12.07.2014 wird an den Themen, die für den zu erarbeitenden Bebuungsplan von Relevanz sind, mit den Bürgerinnen und Bürgern gearbeitet. Die Einwände, Fragen  und Anmerkungen werden wiederum schriftlich festgehalten und mit den bisherigen Kommentierungen aus der “Zwischenbilanz” und den Eingaben, die schon zuvor die Verwaltung erreichten, zusammengeführt. So entsteht ein umfängliches Dokument, das alle Hinweise, die im Rahmen des Beteiligungsprozesses an die Verwaltung herangetragen wurden, aufnimmt und sichtbar macht.

2.07.14

Beiräte beraten über Flüchtlingsunterkunft am Klinikum Bremen-Mitte

Die Beiräte Mitte und Östliche Vorstadt tagen

am kommenden Mo, 07.07.2014
um 19.00 Uhr
in der Aula der Schule an der Lessingstraße. Der Eingang ist an der St.-Jürgen-Straße.

Unter anderem wird über die Planungen beraten, im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Klinikums-Bremen-Mitte eine Flüchtlingsunterkunft einzurichten.

Die Sitzung ist öffentlich.
Vertreterinnen und Vertreter des Sozialressorts sind eingeladen.

 

 

1.07.14

B-Plan-Werkstatt am 11. und 12. Juli

 

Die nächste öffentliche Veranstaltung zur Planung des Neuen Hulsberg-Viertels wird eine besondere Bedeutung haben: Am Freitag, dem 11.07., abends von 18 – 20 Uhr und am Samstag, dem 12.07., tagsüber von 10.30 – 15 Uhr wird eine B-Plan-Werkstatt durchgeführt. Veranstaltungsort ist der Hörsaal im 4. OG der Inneren Medizin am Klinikum Bremen-Mitte. Die Innere Medizin ist das historische Klinikgebäude an der Ecke St.-Jürgen-Straße/Bismarckstraße. Der Eingang liegt an der St. Jürgen-Straße auf Höhe der Treskowstraße. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Was haben wir bisher erarbeitet?
In den vergangenen Monaten wurden in einer Reihe von Spezialveranstaltungen die Themen

  • Bebauungsplan und städtebauliche Dichte
  • Gebäudebestand
  • Baugemeinschaften
  • Energie
  • Mobilität und öffentlicher Raum

mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Ende Mai wurden auf einem öffentlichen Forum am 24. Mai mit den Bürgerinnen und Bürgern die bisherigen Erkenntnisse zusammengefasst. Zu diesem Anlass wurde auch die Dokumentation “Zwischenbilanz der Spezialveranstaltungen – Entwurf” publiziert. Außerdem erfolgte eine Verständigung dazu, ob alle in den bisherigen Veranstaltungen formulierten Anregungen, Kritiken, Nachfragen, Ermahnungen etc. in angemessener Weise aufgenommen und dokumentiert worden waren.

Was wird auf der B-Plan-Werkstatt erarbeitet?
Nun geht es in der Planung für das „Neue Hulsberg-Viertel“ einen bedeutenden Schritt weiter: Auf der B-Plan-Werkstatt soll die inhaltliche Diskussion um den Bebauungsplan (kurz: “B-Plan”) für das Neue Hulsberg-Viertel geführt werden. Auf Basis des aktuellen städtebaulichen Entwurfes wird gemeinsam daran gearbeitet, was der Bebauungsplan verbindlich und nachhaltig festsetzen soll. Die Werkstatt wird jedoch keine Entscheidungen zum Ergebnis haben, denn über Bebauungspläne entscheiden die Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft. Allerdings ist die öffentliche B-Plan-Werkstatt eine besondere Möglichkeit für alle Bremerinnen und Bremer, dort ihre Vorstellungen und Ideen für das Neue Hulsberg-Viertel noch einmal nachdrücklich zum Ausdruck zu bringen und sie in einem städtebaulichen Zusammenhang zu diskutieren. Dabei wird auch deutlich werden, zu welchen Themen der Bebauungsplan Aussagen machen kann und welche Aspekte an anderer Stelle geregelt werden.

Eine besondere Herausforderung für alle wird es sein, dass die vielen Themen, die bei der Quartiersplanung zu bedenken sind, nicht mehr isoliert, sondern in direkten Abhängigkeiten voneinander erörtert werden.

Um für solch eine komplexe Arbeit gut vorbereitet zu sein, haben wir die Werkstatt auf zwei Tage verteilt. Der Fahrplan für die B-Plan-Werkstatt:

Freitag, 11. Juli, 18.00 – 20.00 Uhr: Arbeitsgrundlagen & Dämmerschoppen
Aufgaben und Ziele der B-Plan-Werkstatt – Haus & Hof, Baum & Wiese, Auto & Rad, Wind & Wetter: Verständigung zu den Themen, die der B-Plan regeln soll – sommerlicher Dämmerschoppen zum Ausklang

Samstag, 12. Juli, 10.30 – 15.00 Uhr: B-Plan-Werkstatt & Grillfest
Arbeitsfragen für Werkstatttische – B-Plan-Werkstatt: Erörterung der Themen im B-Plan – Mittagspicknick – Präsentation und Erörterung der Werkstattergebnisse; Ausblick – bei gutem Wetter: gemeinsames Grillfest

 

B-Plan-Werkstatt “Neues-Hulsberg-Viertel”

Freitag, 11.07.2014, 18.00 – 20.00 Uhr, und

Samstag, 12.07.2014, 10.30 – 15.00 Uhr

Klinikum Bremen-Mitte, Innere Medizin, 4. OG, St. Jürgen-Str./Ecke Bismarckstr., 28205 Bremen
Bushaltestelle Linie 25 “Klinikum Bremen-Mitte”
Eine Anmeldung zur Teilnahme ist nicht erforderlich.

14.05.14

Treffen “BürgerInAktion Neues Hulsberg” am 21.05.

Die “BürgerInAktion Neues Hulsberg” trifft sich am Mittwoch, dem 21.05.2014, um 19 Uhr, im Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt, Am Dobben 91.

Tagesordnung

TOP 1 Organisatorisches

TOP 2 Nachbesprechung zum Forum 14.05. – Wie geht es weiter?

TOP 3 Brief der Baugemeinschaften

TOP 4 Verschiedenes

 

12.05.14

Bilanz der Spezialveranstaltungen als Download

Von Januar bis April 2014 wurden fünf Spezialveranstaltungen durchgeführt, in denen es um verschieden Aspekte bei der Planung zum Neuen Hulsberg-Viertels ging. Zur Diskussion wurden folgende Themen gestellt, die auch bei der Bauleitplanung von Bedeutung sein können:

– Bebauungsplan und stätebauliche Dichte (16. Januar 2014)
– Gebäudebestand (29. Januar 2014)
– Baugemeinschaften (12. Februar 2014)
– Energie (10. März 2014)
– Mobilität und Öffentlicher Raum (31. März 2014)

Das Bauressort und die GEG haben einen schriftlichen Bericht zu diesen Veranstaltungen angefertigt, die “Zwischenbilanz der Spezialveranstaltungen”.

Das Dokument kann hier heruntergeladen werden: 140512_Report Spezial gesamt

Es handelt sich bei dem Dokument um einen Entwurf, der nach Rücksprache mit den Bürgerinnen und Bürgern im Bürgerforum am 14.05.2014 weiter bearbeitet wird.

7.05.14

Report der Veranstaltung: Mobilität und öffentlicher Raum am 31.03.14

Zur fünften Spezialveranstaltung konnten am späten Nachmittag wieder zahlreiche Teilnehmer im Siemenshochhaus begrüßt werden. Der Termin zum Themenbereich „Mobilität und öffentlicher Raum“ war von einem großen Team, bestehend aus Mitarbeitern von SUBV und GEG, unterstützt durch das Ortsamt Mitte, vorbereitet worden. Bereits am Anfang erfolgte der wichtige Hinweis, dass das nächste große Bürgerforum am Mittwoch, den 14. Mai 2014 um 17:30 stattfindet.

Das mittlerweile bewährte Fragespiel brachte wieder interessante Erkenntnisse: So besaß die überwältigende Mehrheit der zahlreich erschienenen Anwesenden in den letzten 6 Monaten kein Auto. Wie in Bremen nicht anders zu erwarten, gaben fast alle Besucher an, regelmäßig mit dem Fahrrad  unterwegs zu sein. Eine ebenfalls beachtliche Zahl von Teilnehmern besitzt eine Fahrkarte und verwendet regelmäßig die öffentlichen Verkehrsmittel. Und: Etwa jeder 5. Teilnehmer ist bereits bei Carsharing angemeldet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einem geschichtlichen Rückblick auf die städtebauliche Entwicklung von Bremen erläuterte Senatsbaudirektorin Iris Reuther die zunehmende Rolle des motorisierten Individualverkehrs und wie entscheidend dieser das Stadtbild aktuell prägt. Ein optimistischer Ausblick auf die Mobilität von morgen, die sich vielleicht durch mehr Teilhabe auszeichnen wird, bildete die Überleitung zu der Gestaltung des öffentlichen Raumes und der Übergänge zwischen Privat und Öffentlich. Es folgte ein kurzer Überblick über die bisherigen Veranstaltungen, bei denen der heute besprochene Themenkomplex in vielen Bereichen bereits anklang und die Aufzählung der wichtigen Themen, die Verwaltung und geg daraus mitgenommen haben:

  • Minimierung und Organisation der Verkehrsfläche
  • Parkhaus: Kubatur und Erscheinung
  • Vorzonen für Vieles
  • Fahrräder: Wegeführung und Parken
  • Gärten und Sonne

Im Hinblick auf die viel diskutierte Dimensionierung des Parkhauses an der St. Jürgen Str. machte Reuther deutlich, warum dieses sowohl für die Funktionsfähigkeit des Klinikums Bremen-Mitte als auch für das Neue Hulsberg-Viertel relevant ist. [Präsentation Iris Reuther]

Konrad Rotfuchs und Christoph Ludwig von ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung, verantwortlich für die Verkehrsplanung im städtebaulichen Entwurf für das Neue Hulsberg-Viertel, veranschaulichten die Verkehrserschließung im und ums Quartier und gingen dabei auch genauer auf die Stellplatzbedarfe und –angebote ein. Besondere Aufmerksamkeit widmeten sie auch dem Radverkehr und der Quantität und Qualität der Fahrradstellplätze.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Team von ARGUS hat für das Hulsberg-Viertel, aufbauend auf einer Vielzahl von Bausteinen, ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept erarbeitet. So werden die mehrfach nutzbaren Stellplätze in den Quartiersgaragen u.a. ergänzt durch Carsharing Angebote und Nahlogistik. Darüber hinaus steht eine besonders innovative Form der Mobilitätsversorgung – eine Quartiersbezogene Fahrzeugflotte – in der Diskussion. Mit dem Anspruch, das eigene Auto adäquat zu ersetzen, könnte die Flotte unterschiedliche Fahrzeuge für die vielfältigen Bedürfnisse der künftigen Bewohner anbieten.

Als weitere Grundlage für die anschließende Diskussion zur Gestaltung des öffentlichen Raumes zeigten die Verkehrsplaner einige mögliche Varianten für bestimmte Bereiche als Detailansicht. Um die gesamte Präsentation von ARGUS zu sehen, bitte [hier] klicken.

Eine kleine Neuheit im Ablauf der Spezialveranstaltung war, dass die mit den Teilnehmern zu diskutierenden Themen im Dialog zwischen Robert Bücking, dem Ortsamtleiter Bremen-Mitte, und Michael Flassig, Verkehrsplaner beim Bausenator, noch einmal erörtert und, soweit möglich, auf den Punkt gebracht wurden. Dabei kam u.a. die spannende Frage auf, ob sich das Neue Hulsberg-Viertel mit seinem zukunftsorientierten Konzept gegen die umliegende Nachbarschaft durchsetzen, oder dem „Druck“ von Außen nicht standhalten kann.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Östliche Vorstadt mit 0,5 PKW pro Haushalt bereits einen geringeren Stellplatzbedarf aufweist als viele andere Stadtteile wie beispielsweise Schwachhausen, wo 0,7 PKW auf jeden Haushalt kommen. Die Chancen stehen bei der zunehmenden Nutzung von Carsharing, welche statistisch belegt ist, also nicht schlecht.

Nach dem Dialog und einer kurzen Pause organisierten sich die Anwesenden wie üblich zu
Werkstattgesprächen an zwei Tischen. Kontrovers diskutiert wurde unter anderem das Verhalten der Verkehrsteilnehmer auf einer Mischverkehrsfläche – eine Dame befürchtete, dass Radfahrer wohlmöglich keine Rücksicht auf die Fußgänger nehmen würden. Die Mehrzahl der Teilnehmer begrüßte jedoch das zukunftsorientierte Konzept einer gleichberechtigten Nutzung der Straßenräume.

Andere BesucherInnen machten sich Gedanken über die Ausformulierung der öffentlichen Räume. Abgesehen vom Teilen der Autos, bemerkte ein Gast, können ja auch die privaten Vorgärten als eine gemeinsam gestaltbare Nutzfläche für die jeweiligen Bewohner eingerichtet werden.

Einen munteren Schlagabtausch gab es auch zu der Frage, wie der ruhende Verkehr untergebracht werden soll: Parkhaus oder Tiefgarage? Zunächst einmal wurde folgende grundsätzliche Kritik deutlich: In den das städtebauliche Gutachterverfahren vorbereitenden Bürgerforen wurde herausgearbeitet, dass Tiefgaragen aus verschiedenen Gründen als eher ungeeignete Lösung zur Unterbringung der PKW erachtet wurde. Einige Argumente, die im bisherigen Beteiligungsprozess bereits geäußert wurden:

  • Sie verfügen über ein geringeres Nachnutzungspotential, sofern sie als Tiefgarage künftig weniger Verwendung finden. Parkhäuser – so die Argumentation an einem der Arbeitstische – ließen sich wesentlich schneller und kostengünstiger rückbauen, würden sie nicht mehr gebraucht.
  • Die Herstellungskosten von Tiefgaragen liegen deutlich höher, als es bei
    Parkhäusern der Fall ist.
  • Der Antrittswiderstand, das Auto zu nutzen, wird bei Tiefgaragenplätzen abgesenkt.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Spezialveranstaltung äußerten nun ihren Unmut darüber, dass trotz der vorgenannten Argumente gegen Tiefgaragen der jetzige Entwurf für das Neue Hulsberg Viertel, diese PKW-Abstellmöglichkeiten vermehrt vorsehe. Die Argumente für mehr Stellplatzangebote in Tiefgaragen lauteten hingegen:

  • Im städtebaulichen Entwurf für das NHV ist noch eine erhebliche Zahl von Stellplätzen nachzuweisen. Diese Stellplätze in Tiefgaragen nachzuweisen, bietet Gewähr, dass nicht Grundstücke, die eigentlich für Wohnungsneubau vorgesehen waren, herangezogen werden müssen.
  • Im Sinne der Barrierefreiheit sind Tiefgaragen eine von vielen Menschen bevorzugte Möglichkeit zur Unterbringung des privaten PKW in Wohnungsnähe.
  • Die Herstellungskosten von Tiefgaragen sind nicht durch die Allgemeinheit zu tragen, sondern durch jene, die die Garagen letztlich nutzen; also letztlich ist es eine individuelle Entscheidung.
  • Auch das vorgestellte Mobilitätskonzept sorgte für spannende Diskussionen, aber auch für viele neue Anregungen: Man könne doch noch einen Schritt weiter gehen und Elektroautos als Carsharing-Autos einrichten, diese könnten zudem durch Solarzellen auf den Dächern der Mobil-Punkte oder Servicestellen aufgeladen werden.

Zur Etablierung einer quartiersbezogenen Flotte müsste voraussichtlich ein finanzieller Grundbeitrag von jedem Bewohner gefordert werden. So wurde darüber diskutiert, ob diese Verpflichtung zu Benachteiligung der Bewohner, die nicht an dem Konzept teilhaben wollen oder können, führen würde. Als möglicher Lösungsansatz wurde festgehalten, dass man verschiedene bedarfsorientierte Pakete zu unterschiedlichen Preisen ansetzen könnte.

Diese und andere Anregungen, Ideen und Bemerkungen wurden wie immer dokumentiert und festgehalten. Dokumentation Stellwände

Mit einem herzlichen Dank an die vielen engagierten Besucher und Beteiligten im Hulsberg-Prozess endete der Abend der letzten Spezialveranstaltung im ersten Halbjahr 2014.

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